IBM-Forscher arbeiten an 100 Terabyte-Tape-Laufwerken

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Die verwendete Nanotechnologie wurde aus der Prozessor-Entwicklung übernommen.

Forscher des Technologiekonzerns IBM wollen neue Bandlaufwerke entwickeln, die ein vielfaches der Speicherkapazität heutiger Systeme aufweisen. Unter Verwendung der Nanopattern-Technologie, die von der Prozessorentwicklung abgeleitet wurde, sollen Cartridges konstruiert werden können, die 100 Terabyte Daten aufnehmen, teilten die Entwickler heute in Almaden, Kalifornien, mit.

Bisher wurde ein höheres Speichervolumen vor allem über die dichtere Packung der Informationen auf den Magnetbändern erreicht. Es sei bei den letzten Tape-Drives gelungen, 704 Daten-Tracks auf einem Magnetband von 1,27 Zentimeter Breite nebeneinander zu legen und so 400 Gigabyte zu speichern. Bei Kapazitäten im Terabyte-Bereich müssten dagegen vollständig neue Methoden der Tape-Produktion eingeschlagen werden, so die Forscher.

So wird in den Labors nun an Bändern gearbeitet, bei denen die herkömmlichen Magnetpartikel durch einzelne Ionen abgelöst oder durch feinste Bestäubung aufgebracht werden. Die Breite einzelner Tracks liegt bei ersten Prototypen bei 10 Mikrometern. Ziel ist die weitere Verkleinerung auf 0,5 Mikrometer (500 Nanometer). Damit könnten rechnerisch 100 Terabyte auf einem Band untergebracht werden.

Wann Cartridges mit solch hohen Kapazitäten zur Verfügung stehen, können die Entwickler bisher noch nicht abschätzen. Erste Terabyte-Bänder könnten jedoch bereits in 18 Monaten zu haben sein. (mk)
(de.internet.com – testticker.de)

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