Was Computer alles können
Hollywood-Wunder

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Wenn im Kino der Computer zum Star wird, sind alle PC-Regeln außer Kraft gesetzt. Hollywood-Reporter Tiki Küstenmacher hat wahre Wunder gefunden.

Was Computer alles können

Hinter den Kulissen der Blockbuster-Traumfabriken arbeiten die leistungsfähigsten Computer unseres Planeten, um schmalhirnige Drehbücher wenigstens optisch aufzudonnern. Ab und zu treibt es diese wahren Helden Hollywoods aber vor die Kameras, und dann gelten eigenartige Regeln, die wir für Sie zusammengestellt haben.

Luk Mama, I can schreib!
Wenn ein Schauspieler mittels Computertasten Buchstaben eingibt, gibt es auf dem Bildschirm nie den prosaischen Toolbar-Kruschel einer Textverarbeitung zu sehen. Oft fehlt sogar der Cursor, und der Leinwandheld verfasst seine Nachricht vorzugsweise in lesefreundlichen 24-Punkt-Riesenlettern. Die Leertaste betätigt er dabei so gut wie nie. Offenbar klappern die legasthenischen Stars wild freihändig auf dem Keyboard.

The ganz bad Hacka

Umwerfend gemein ist die Einfachheit der von bösen Hackern verwendeten Kommandos: In dem Streifen »Fortress« wird ein Riesenrechner durch die Eingabe des Befehls »upload virus« lahm gelegt. Daten im Wert mehrerer Milliarden Dollar speichern die doofen Filmbösewichte ohne jede Sicherungskopie auf eine einzelne Diskette, in moderneren Produktionen auf eine glitzernde Mini-CD. Die Guten dagegen haben grenzenlosen Zugriff auf die PCs der Fiesen, die ihre Rechner weder mit Passwörtern schützen noch jemals abschalten.

Wow Performance
Wer hätte gedacht, dass die Wahnsinnscomputer der Jahre 2100 ff. ihre Botschaften in grünen Buchstaben auf schwarzem Grund ausgeben, im 64-Bit-pro-Sekunde-Tempo der Zuse-Ära. Bei »Alien« emuliert die Gigamaschine dazu sogar den Ton eines Nadeldruckers. Ein bisher unbekanntes Phänomen erlebt der Kinobesucher beim Thema Bildbearbeitung: Von Satelliten geschossene Fotos lassen sich durch die Zoomfunktion ins Unglaubliche vergrößern. So kann Harrison Ford sogar das Gesicht einer Agentin erkennen, obwohl Satelliten aus 200 km Höhe und direkt von oben knipsen.

User-friendly
Bumm-bäng-boing
Ein Vorbild an Benutzerfreundlichkeit sind die Zeitzünder an Bomben, die unter einem gefahrlos zu demontierenden Gehäuse immer bunte Drähte, blinkende Lämpchen und ein bequem ablesbares (stets rotes) Zifferndisplay beherbergen. Wenn sich ein Kernreaktor überhitzt oder ein Raumschiff crasht, explodieren nach einer in der Filmbranche genormten Choreografie zuerst die Kontrolltafeln (die oft Blinklämpchen aus den 60er-Jahren haben), danach die Bedienfelder und zum Schluss das ganze Gebäude.


roduct Placement…
Trotz eines Marktanteils von 5 Prozent liebt Hollywood Apple. In »Independence Day« wird die Welt durch ein Powerbook 5300 gerettet, das auch in Räumen Kontakt zu Nachrichtensatelliten hält und Zugangs-Software zu den Extraterrestrischen bereits vorinstalliert hat. Dummerweise lässt sich das Betriebssystem der Außerirdis nicht wireless lahm legen. Dazu muss man halt ins Zentralraumschiff der galaktischen Blödiane einfliegen und einen Virus in die Zentraleinheit des Zentralrechners beamen. Und dann wundern wir uns, dass unsere transatlantischen Freunde manchmal ein bisschen unrealistisch denken …