Vergleichstest: Digicams
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Von der edelen Lifestyle-Kamera bis hin zum semiprofessionellen 8-Megapixel-Boliden: Die Digitalkamera-Neuheiten, die meisten davon frisch von der Photokina, müssen im Test ihre Fotoqualitäten unter Beweis stellen.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: Digicams

Nikon Coolpix 5200
Canon Digital Ixus 40
Pentax Optio X
Pentax Optio S5i
Konica Minolta Dimage X50

Casio
Exilim EX-Z55
Konica Minolta Dimage G530
HP Photosmart R507
Samsung Digimax V50
Olympus Mju Mini Digital
Panasonic Lumix DMC-FZ20-S
Nikon Coolpix 8800

Kodak
Easyshare DX7590
Olympus Camedia C-770 Ultra Zoom
Canon Powershot G6
Canon Powershot S70
Fujifilm Finepix E550
Pentax Optio 750Z
Sony Cybershot DSC-P150

Fujifilm
Finepix 810


Politik der ruhigen Hand

Vergleichstest: Digicams

Mehr als nur Fotos schießen das ist offenbar das derzeitige Motto für die Entwickler von Digitalkameras. Die zwanzig brandaktuellen Modelle im Vergleichstest sind mit einer Fülle neuartiger Features ausgestattet. Einige haben regelrechte Bildbearbeitungsfunktionen integriert. Beispiele: Die Digicams HP Photosmart R507 und Nikon Coolpix 5200 sowie die Nikon Coolpix 8800 reduzieren mittels spezieller Algorithmen den unschönen Rote-Augen-Effekt bei Blitzaufnahmen. Und die HP-Kamera geht noch einen Schritt weiter: Unterbelichtete Bildbereiche werden aufgehellt und Vignettierungen, also Abdunklungen am Bildrand, entfernt. Darüber hinaus minimiert die Photosmart R507 störende Bildartefakte, die durch die JPEG-Kompression entstehen.

Die Software-Funktionen sparen unter Umständen viel Zeit, die ansonsten mit dem Nachbearbeiten der Bilder am PC vertan wäre. Allerdings sorgen die elektronischen Helfer nicht durchgängig für Freude. So versagt der automatische Belichtungsausgleich der HP-Kamera, wenn diese hochkant gehalten wird. Immerhin lassen sich bei diesem Testkandidaten die elektronischen Hilfsmittel auch deaktivieren. Das funktioniert dagegen nicht bei den Nikon-Kameras deren Reduktion des Rote-Augen-Effekts ist immer aktiv. Damit kann es passieren, dass die Kamera trotz Mustererkennung irrtümlicher runde rote Bildelemente mit Augen verwechselt und einfach wegretuschiert.

Auch Anti-Verwacklungs-Systeme, ehemals nur Profi-Boliden vom Kaliber einer Konica Minolta Dimage A2 vorbehalten, etablieren sich zunehmend in Consumer-Modellen: Besonders nützlich ist das für Besitzer einer neuen Superzoom-Kamera wie der Nikon Coolpix 8800 oder der Panasonic Lumix FZ20. Bei diesen Geräten profitiert man von den eingebauten Bildstabilisatoren, die das Motiv selbst im Telebereich hier mit Brennweiten bis zu 432 Millimeter auch ohne Stativ noch stabil halten. Die Panasonic-Kamera setzt zum Beispiel auf eine bewegliche Linse im Objektiv, die Wackler innerhalb einer Hundertstelsekunde ausgleicht.


Nikon Coolpix 5200

Vergleichstest: Digicams

Die Einsteigerkamera mit der besten Gesamtleistung ist Nikons 5-Megapixel-Produkt Coolpix 5200. Zahlreiche Programmautomatiken und Features wie eine kamerainterne Rote-Augen-Korrektur machen das Fotografieren sehr einfach.

Die besten Kameras bis 5 Megapixel
1. Nikon Coolpix 5200. 81,6
2. Canon Digital Ixus 40: 80,7
3. Pentax Optio X: 80,1

(maximal 100 Punkte)


Der Idealfall: mühelose Bedienung

Vergleichstest: Digicams

PC Professionell bewertet alle 20 Digitalkameras in den Kategorien Bildqualität, Ausstattung, Ergonomie und Service. Neben der Bildqualität ist dabei die Bedienbarkeit von besonderer Bedeutung.

Beim Fotografieren sollte die Kamera den Anwender nicht durch umständliches Handling behindern. Ungetrübten Spaß am Fotografieren garantiert eine Digitalkamera nur dann, wenn einige Standards eingehalten werden: Schwer zu erreichende oder schwergängige Schalter und versteckte Features schränken den Nutzen einer Digitalkamera im Praxiseinsatz merklich ein. Auch umfangreiche Kameramenüs bringen nur dann Vorteile, wenn die einzelnen Einträge übersichtlich angeordnet und in verständlicher Sprache vorliegen.

Pluspunkte bei der Ergonomie-Bewertung erhalten die Testkandidaten für hochwertig verarbeitete Kameragehäuse, gutes Handling und intuitive Bedienung. Dazu zählen zum Beispiel auch ein präzise arbeitender Zoomhebel, praktische Features wie ein klappbares Display, ein Wahlrad für Aufnahme-Modi oder ein Dioptrienausgleich am optischen Sucher. Schließlich soll die Kamera auch nach längeren Fotosessions noch gut in der Hand liegen, ohne dass der Anwender dabei verkrampfte Finger bekommt.

Bessere Bilder mit Handarbeit

Der Funktionsumfang der Testkandidaten spiegelt sich in der Ausstattungs-Bewertung wider. Ein hoher Wert bedeutet, dass man beispielsweise Weißabgleich, Blende und Verschlusszeiten sowie Brennweite manuell einstellen kann. Je nach Kameratyp fällt die Ausstattung allerdings sehr unterschiedlich aus. So bieten Lifestyle-Modelle wie die Canon Digital Ixus 40 grundsätzlich nicht den Funktionsumfang einer Semiprofi-Kamera vom Schlage einer Nikon Coolpix 8800.


Testergebnisse im Überblick

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