Nvidia stellt GeForce 6200 mit TurboCache vor

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Mit den neuen Grafikkarten reaktiviert man das “Shared-Memory”-Konzept, verpasst ihm allerdings einen peppigeren Namen.

Das wenig glückliche Konzept des “Shared Memory” in Grafikkarten Ende der Neunziger Jahre erhält eine neue Chance: Dank PCI Express steht jetzt eine Schnittstelle mit 4 GBit Bandbreite zur Verfügung, um Daten schnell in den Speicher schreiben zu können und dort ebenso schnell wieder abzuholen.


Nvidia
reanimiert die Idee bei seinen neuen GeForce-6200-Modellen und verleiht der Technologie mit “TurboCache” eine Bezeichnung, die höhere Erwartungen weckt als es bei Shared Memory der Fall war. TurboCache bezieht sich dabei auf lokal vorhandenen on-board-Grafikspeicher, der je nach Kartenmodell 16, 32 oder 64 MByte umfasst. Weiteren Speicher, respektive bis zu 96, 112 und 192 MByte, nehmen die Karten auf dem Mainboard je nach Bedarf in Beschlag. Der TurboCache wirkt als unterstützender Framepuffer.

Die Einsparung an Grafikspeicher erlaubt Nvidia, die Karten vergleichsweise günstig anzubieten und trotzdem beachtliche Leistunsgwerte zu erzielen. Nach Firmenangaben sollen die Karten gut ein Viertel schneller sein als ATIs X300 SE und sogra 50 Prozent schneller als X300 SE-Varianten.

Wie beim Shared Memory zeigt sich allerdings auch die Benennung der Karten als problematisch, und erfordert Fingerspitzengefühl um den Kunden nicht zu verwirren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Karten darzustellen. Ursprünglich sollten die Karten als “GeForce 6200 w/ TurboCache supporting 128MB @ 10.8GB/s” und “GeForce 6200 w/ TurboCache supporting 128MB @ 13.6GB/s” auf den Markt kommen. Aufgrund von Bedenken in der Presse, dass hier der Eindruck eines echten 128-MByte-on-board-Speicher erweckt werden könnte, entschied sich Nvidia kurz vor Produktstart, die Karten umzubenennen. Demnach werden die Karten jetzt als “GeForce 6200 TurboCache 16-TC/128MB” und “GeForce 6200 TurboCache 32-TC/128MB” vermarktet. Ebenso wird es eine Variante “GeForce 6200 TurboCache 64-TC/256MB” geben.

Laut Brian Burke, Pressesprecher bei Nvidia, ist es “sehr unwahrscheinlich” dass Grafikkarten mit der ursprünglichen Produktbezeichnung in die Läden kommen. Die empfohlenen Verkaufspreise der Karten beginnen bei 80 Dollar für die 16-TC/128MB und enden bei 130 Dollar für die 64-TC/256MB. (dd)

( – testticker.de)

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