Booten vom USB-Stick
Rechner-Crash

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Wechseln Sie auf die sichere Seite, und sichern Sie Ihre Daten bevor es zu spät ist. Schon mit einem billigen Speicher-Stick ist Unheil zu verhindern.

Datenverlust

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Der Verlust von Daten ist immer mit Ärger, schwerwiegenden Problemen und hohen finanziellen Aufwendungen verbunden. Deshalb sollte es selbstverständlich sein, bei der Datensicherung niemals zu sparen. Die Palette der Backup-Möglichkeiten ist groß. Eine der günstigsten Varianten der Sicherung bietet die beschreibbare CD mit 700 MByte und die DVD, auf der ein Datenvolumen von 4,7 GByte Platz findet. Wer so einmal pro Woche seinen gesamten Datenbestand komplett sichert, hat bereits gute Vorsorge getroffen. So kostet beispielsweise ein Zehnerpack CD-RWs bei Alternate 8 Euro und ein Fünferpack DVD-RWs 7,30 Euro.

Speichert die gesamte Korrespondenz
Wer die regelmäßige Sicherung automatisieren möchte, findet dazu für 49,99 Euro gute und flexible Programme, wie zum Beispiel Phoenix Backup Professionell (
www.s-a-d .de
), das dem Anwender mit einer großen Anzahl von Vorlagen die Sicherung bestimmter Dateien wie Word-Dokumenten oder Tabellen leicht macht. Einen Workshop dazu finden Sie in PC Direkt 06/04 auf Seite 70. Dort wird detailliert erklärt, wie die Grundeinstellungen zu setzen und die Quellen auszuwählen sind, wie das Backup funktioniert, der Zeitplan festgelegt und die Daten wiederhergestellt werden.


USB-Speichermedien

Booten vom USB-Stick

USB-Speichermedien von Speicher-Stick bis Wechselplatte sind für diejenigen Anwender sinnvoll, die ihre Daten gern mit sich herumtragen und im Aktenkoffer transportieren. Während man das zu sichernde Material bei den Sticks überlegt auswählen sollte, da die Speicherkapazität begrenzt ist, eröffnen USB-Wechselplatten die Möglichkeit, ganze Festplatten als identisches Double zu kopieren. Wer wichtige und persönliche Informationen auf einem USB-Stick speichert, sollte immer daran denken, den dann auch sicher aufzubewahren. Denn auf einen 265-MByte-Stick passt immerhin die Korrespondenz von Jahren, zumindest wenn es sich dabei um reine Textdateien handelt. Und niemand möchte schließlich, dass solche Daten in falsche Hände geraten. In dieser Größe gibt es USB-Sticks schon für etwa 40 Euro.

True Image klont ganze Festplatten
Eine externe Platte hat sogar die Fähigkeit, wirklich alles aufzunehmen, was auf dem Computer liegt. Mit einer Software wie True Image von Acronis (
www.acronis.de
) ist es ganz einfach, komplette Festplatten zu klonen, um die Kopie im Krisenfall gegen das defekte Original auszutauschen. Einen Workshop zu der Software finden Sie in PC Direkt 04/04 auf Seite 75 in der Rubrik ?Bestseller ausprobiert?.


7 Goldene Regeln beim Crash

Booten vom USB-Stick

1. Auch wenn die Festplatte steht und nichts mehr geht, besteht immerhin noch die kleine Chance, die aktuellen Daten auf einem externen Speichermedium zu sichern. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, ob über die USB-Schnittstelle das Speichern noch funktioniert.

2. Manchmal gelingt es im Netzwerk, von einem anderen PC auf die nicht mehr reagierende Festplatte zuzugreifen. Sollte das funktionieren, ist es ratsam, rasch alle wichtigen Daten herüberzuziehen.

3. Wenn das System absolut nicht mehr speichern will, besteht die Möglichkeit, mit der Druck-Taste zumindest den sichtbaren Bildschirminhalt auf Papier zu sichern. Unter Windows ist das Bild des Bildschirms mit der Tastenkombination Strg-V in ein Dokument einzufügen, bevor es druckbar ist.

4. Wenn die Punkte 1-3 keinen Erfolg zeigen, hilft nur noch ausschalten, eine Minute warten und neu starten. Wer Glück hat, sichert alle wichtigen Daten, nachdem der Rechner gebootet ist.

5. Startet die Festplatte nicht mehr aus eigener Kraft und weist der Rechner auf ein fehlendes Betriebssystem hin, hilft mitunter eine Bootdisk weiter.

6. Sind auch die Punkte vier und fünf wirkungslos, besteht immer noch die Chance, dass die Harddisc als Zweitplatte in einem anderen Rechner anläuft. Das geht nur über den Ein- und Ausbau, entweder in einen anderen Rechner oder in ein USB-Festplattengehäuse.

7. Eines gilt immer, wie der Schadensfall auch aussehen mag: Niemals formatieren, bevor nicht alle wichtigen Daten gerettet sind. Bis dahin die Platte aufbewahren und danach entsorgen. Auf keinen Fall wieder in Betrieb nehmen.