KaZaA-Techniker: Wir können Kinderpornographie kaum stoppen

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Im australischen Prozess gegen den Tauschbörsen-Anbieter Sharman Networks erfuhren nun endlich auch Juristen, dass es nicht so einfach ist, strafbare Inhalte mit Technik auszusperren. Ob sie es glauben, steht noch offen.

Philip Morle, Cheftechniker bei
Sharman Networks
, bezweifelte vor Gericht, dass es überhaupt möglich sei, alle Tauschbörsennutzer, die Kinderpornos tauschen, über das System blocken zu können. Sie würden sich vermutlich als neue Nutzer anmelden und ihre Bildchen und Videos verschlüsseln.

Die Unternehmenspolitik, Pädophilie-Anbieter auszuschließen, laufe leider häufig ins Leere. Ebenso habe man Probleme, legale von illegalen Musik-Angeboten in KaZaA zu unterscheiden. Dieser Tropfen auf dem heißen Stein gibt zwar den Klägern, der internationalen Musik- und Filmindustrie, neuen Stoff, um die Tauschbörse vielleicht sogar komplett abschalten zu lassen. Doch in dem Prozess vor einem australischen Gericht wollen die Kläger erst einmal nur erreichen, die Tauschbörse wieder unter Kontrolle zu bringen. KaZaA will beweisen, dass dies nicht geht. Die Gutachter der von der Musik- und Filmindustrie beauftragten Software-Experten sagen im Gegenteil, dass Sharman Networks sehr wohl seine User kontrollieren könne. (mk)

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