TFT-Monitore
Schnelle Displays

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Ideal für Spiele und Videos – das versprechen die Werbeslogans für TFT-Displays. Im Test müssen 11 TFT-Monitore zeigen, ob sie den schnellen Bildwechseln tatsächlich gewachsen sind.

Diese Produkte haben wir verglichen

TFT-Monitore

Hyundai Imagequest Q17+
Samsung Syncmaster 172x
Benq FP783
Iiyama Prolite E435S
AMW Difusion EA17
LG Flatron L1730B
Viewsonic VG712
Samsung Syncmaster 710T

Acer
AL1714
Fujitsu Siemens Scaleoview T17-1
Hyundai Imagequest L70S+


Viele Hersteller schummeln

TFT-Monitore

Eine altbekannte Technik, neue Kristallflüssigkeiten und Pixel-Tuning der Hersteller sollen TFT-Displays zu neuen Spitzenleistungen treiben. Panels mit der klassischen Twisted-Nematic-Technik versprechen Reaktionszeiten zwischen 10 und 14 Millisekunden. Wer das Display für Action-Spiele oder Videos nutzt, weiß das zu schätzen. Denn bei solchen Reaktionszeiten verschwinden die hässlichen Schlieren und Schmiereffekte bei bewegten Bildern. Doch halten die Modelle in der Praxis wirklich, was die Hersteller in der Werbung versprechen? Im PC-Professionell-Labor müssen elf Monitore im 17-Zoll-Format zeigen, ob sie den schnellen Bildwechseln gewachsen sind. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Nur fünf Geräte zeigen absolut schlierenfreie Darstellung bei rasanten Bildwechseln, und zwar die TFTs von Benq, Hyundai, Iiyama, LG und Viewsonic. Mit 15 Millisekunden Reaktionszeit ist der LG am schnellsten, dicht gefolgt vom Hyundai Imagequest Q17+ (16 Millisekunden). Der Q17+ ist zugleich der Testsieger: Für 460 Euro bekommen Sie ein nahezu perfektes Display mit Top-Bildqualität und Features wie Höhenverstellung, USB-Hub sowie integrierten Lautsprechern. Günstig und gut ist der Viewsonic VG712 (430 Euro). Die Reaktionszeit liegt bei 18 Millisekunden, schnell genug für jedes Action-Spiel.

Beim verkaufsträchtigen Thema Reaktionszeit weichen die Angaben einiger Hersteller stark von den Testergebnissen im PCpro-Labor ab. Diese Diskrepanz erklärt sich zum Teil durch das unterschiedliche Messverfahren. Die Firmen geben in der Regel den Wert für den Schwarz-Weiß-Wechsel an. Der Wert sieht zwar meistens gut aus, ist aber nicht sehr praxisnah. Denn kein Bild in einem Film oder Spiel besteht nur aus schwarzen und weißen Bereichen. Und beim Wechsel zwischen Grautönen arbeiten die Flüssigkristalle im Panel spürbar langsamer. Im PC-Professionell-Labor kommt deshalb ein spezielles Messverfahren zum Einsatz, das genau diese praxisnahen Grau-Grau-Wechsel generiert.


Hyundai Imagequest Q17+

TFT-Monitore

Kein anderes Modell bietet eine bessere Kombination aus sehr guter Bildqualität und gehobener Ausstattung. Zudem ist das Gerät für die Darstellung von DVDs geeignet. Ein vorbildlicher Service rundet den sehr guten Gesamteindruck ab.


PCpro misst strenger als die meisten Hersteller

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Erstmals werden im Testlabor 17-Zoll-Monitore mit einem neuem Reaktionszeit-Test überprüft. Um die Reaktionszeit zu ermitteln, wird auf dem Monitor ein wechselndes Bildsignal erzeugt. Dabei messen die Laborexperten, wie schnell ein Flachbildschirm zwischen zwei verschiedenen Helligkeitsstufen umschaltet. Am schnellsten tut er dies, wenn die Anzeige zwischen minimaler und maximaler Helligkeit sprich Schwarz und Weiß wechselt. Deshalb wird bei den meisten Flachbildschirmen die Reaktionszeit aus Marketing-Gründen mit dem Wert für den Schwarz-Weiß-Wechsel angegeben.

Wechselt das Monitorbild zwischen der Darstellung von Graustufen, kann die Reaktionszeit gegenüber dem Schwarz-Weiß-Übergang bis zu doppelt so lang ausfallen. Mit Graustufen wird die Anzeige aller Farben bezeichnet, die nicht mit voller Helligkeit dargestellt werden. Der technische Hintergrund: Soll eine Bildzelle weiß erscheinen, legt die Elektronik des Monitors an diese die maximale Steuerspannung an. Dies bewirkt eine wesentlich höhere Kippgeschwindigkeit der Flüssigkristalle.

Bei Graustufen wird dagegen nur ein Bruchteil der Maximalspannung angelegt entsprechend geringer ist das Drehmoment, das auf die Flüssigkristalle einwirkt, und entsprechend länger dauert es, bis diese die gewünschte Position einnehmen. Entgegen der Hersteller-Gepflogenheiten ist die Angabe der Darstellungsgeschwindigkeit beim Grau-Grau-Wechsel weit besser geeignet, um einen LC-Display realistisch zu beurteilen. Denn bei rasanten 3D-Action-Spielen oder DVD-Videos werden fast ausschließlich Graustufen angezeigt. Dieses neue Testverfahren ist ab sofort fester Bestandteil aller TFT-Monitor-Tests von PC Professionell.


Testergebnisse im Überblick

TFT-Monitore

Hersteller Produkt Gesamturteil Bildqualität (60%) Ergonomie (15%) Ausstattung (15%) Service (10%)
Hyundai Imagequest Q17+ gut gut befriedigend gut sehr gut
Samsung Syncmaster 172x gut sehr gut befriedigend gut befriedigend
Benq FP783 gut gut ausreichend sehr gut gut
Iiyama Prolite E435S gut gut ausreichend gut gut
AMW Difusion EA17 gut gut ausreichend befriedigend gut
LG Flatron L1730B gut gut gut gut befriedigend
Viewsonic VG712 gut gut befriedigend befriedigend gut
Samsung Syncmaster 710T befriedigend gut gut befriedigend befriedigend
Acer AL1714 befriedigend gut ausreichend befriedigend gut
Fujitsu Siemens Scaleoview T17-1 befriedigend gut befriedigend befriedigend befriedigend
Hyundai Imagequest L70S+ befriedigend befriedigend ausreichend befriedigend gut