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3D-Rekord im Notebook

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Nvidias Geforce Go 6800 setzt neue Maßstäbe: Der Grafikchip für Notebooks bricht alle 3D-Leistungsrekorde.

Hohe Grafikleistung

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Nvidias Geforce Go 6800 setzt neue Maßstäbe für die 3D-Performance bei Notebooks. Die Frameraten das Mobil-Grafikchips liegen gleichauf mit schnellen Top-Grafikkarten in puncto Grafikleistung müssen Notebooks damit nicht mehr hinter PC-Systemen zurückstehen.

PC Professionell steht ein Testsystem mit einer Betaversion des Nvidia-Chips zur Verfügung. Beim 3D Mark 2005 erreicht der Geforce Go 6800 beachtliche 2883 Punkte, gemessen bei 1280 x 1024 Pixel Auflösung. Das grafisch anspruchsvolle Spiel Doom 3 läuft bei gleicher Auflösung mit 23,9 Bildern pro Sekunde annähernd flüssig noch nicht perfekt, aber eine klare Steigerung gegenüber bisheriger Notebook-Grafik.

Als Schnittstelle setzt der neue Grafikchip auf PCI Express. Die passenden Notebooks sind für Anfang Januar zu erwarten. Intels Alviso-Mobil-Chipsatz wird dann den Unterbau für Notebooks mit Intel-CPUs
liefern. Alternativ sind größere Desktop-Replacement-Notebooks möglich, die auf Desktop-Mainboard-Chipsätzen beruhen.

Als Grafikspeicher arbeitet der Geforce Go 6800 wie aktuelle Grafikkarten mit GDDR3-Modulen. Das ermöglicht hohe Taktraten. Die Frequenzen für 3D-Core und Speicher betragen standardmäßig noch 300/300 MHz, sollen nächstes Jahr aber auf 450/600 MHz gesteigert werden. Die Leistung überprüfen die Tester beim Beta-Testgerät mit auf 275/600 MHz erhöhten Taktraten.

Neben mehr Power bringt der Chip auch realistischere 3D-Bilder: Mit der Unterstützung des neuesten DirectX-9.0c-Standards ist der mobile Grafikchip up to date in Bezug auf die Grafikarchitektur.

Schneller Video-Rechner

Ein eigener Video-Prozessor des Grafikchips entlastet die CPU bei der Wiedergabe von Videos. So wird unter anderem das Deinterlacing übernommen: Halbbilder, wie sie beim Fernsehsignal oder DVD-Videos üblich sind, verursachen auf dem Monitor störende Kammeffekte an Kanten von Personen und Gegenständen. Der Geforce Go 6800 beseitigt diese, so dass zum Beispiel Filmabspänne besser lesbar werden.

Die Nvidia-Technik versucht auch die langsamen Reaktionszeiten der TFT-Displays in Notebooks zu beheben: Nvidia will diese mit der Funktion LCD-Overdrive ausgleichen. Damit werden künstlich hellere Farbstufen erzeugt. So erreicht der Bildpunkt früher den ursprünglich vorgesehenen Farbwert.

Ein Manko der schnellen Grafik ist jedoch der hohe Energiebedarf: Die Entwickler haben den Leistungsverbrauch des Grafikprozessors zwar mit einer Vielzahl intelligenter Funktionen stark reduziert. Dennoch benötigt der Geforce 6800 mit 45 Watt doppelt so viel wie eine Pentium-M-CPU: Dieser genügen rund 21 Watt.

Autor: natalie
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