AOLs Netscape kommt mit zwei Rendering-Engines

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Eine flexible Umschaltung zwischen Mozillas Gecko und Internet Explorer stellt die Nutzer zufrieden – und spart AOL eigene Entwicklungskosten.

Der Online-Dienst AOL wird in der neuen Version seines Browsers
Netscape
zwei Rendering-Engines anbieten. Die Darstellung der Webseiten übernehmen wahlweise die Cores des Internet Explorers oder des
Mozilla
-Projektes (Gecko). Dies berichteten registrierte Betatester nach der gestrigen Auslieferung einer Testversion in einschlägigen Foren.

Bereits im Jahr 2001 hatte AOL angekündigt, zukünftig beide Plattformen zu verwenden. Nach der Verlängerung der Lizenzen für den Internet Explorer plante das Unternehmen jedoch zuletzt den Einsatz der Engine aus Redmond für den Browser in der AOL-Software, den inzwischen wenig erfolgreichen Netscape ließ der Anbieter nahezu einschlafen.

Mit dem plötzlichen Erfolg des Open Source-Browsers Firefox, dessen Codebasis auf früheren Netscape-Varianten beruht, sah das Unternehmen jedoch offenbar eine Möglichkeit, seinen alten Browser erneut ins Feld zu schicken und begann mit der Entwicklung einer neuen Version.

Mit der Möglichkeit eines flexiblen Wechsels könnte Netscape einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem ebenfalls frei verfügbaren Firefox erreichen: Das gute Image des Mozilla-Projektes bliebe dem Browser erhalten, gleichzeitig kann AOL garantieren, dass auch alle Internet Explorer-optimierten Webseiten problemlos nutzbar sind. Der Anbieter erhofft sich daraus vor allem zahlreiche Nutzer, die über die Software auf das Netscape-Portal gelenkt werden und AOL so zusätzliche Werbeeinnahmen bescheren. (mk)
(
de.internet.com
– testticker.de)

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