Photoshop
Grafikers Trickkiste

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Oft sind es kleine Kniffe, die die Arbeit mit Photoshop viel effizienter und einfacher gestalten. Internet Professionell verrät die besten Tipps & Tricks.

Zeitgewinn

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Ab und an sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um die eigenen Arbeitsweisen und -techniken zu überprüfen. Die meisten Photoshop-Benutzer sind mit ihrem Programm sehr glücklich. Auf Grund der unglaublichen Komplexität gibt es aber immer noch ein wenig mehr herauszuholen. Die Mehrzahl der hier zusammengetragenen Tipps und Tricks erhöhen Ihre Arbeitseffektivität und -geschwindigkeit.


Neue Datei mit fester Größe

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Wenn Sie eine neue Datei erstellen, erscheint der entsprechende Dialog. Hier sind einige Arbeitserleichterungen zu finden. Die Größe des Bildes ist standardmäßig das letzte Element aus der Zwischenablage. Die Vorgabe steht dafür auf Zwischenablage. Sie können nun eigene Werte eintragen oder eine bestehende Vorgabe auswählen. Wenn Sie öfter die gleiche Größe benötigen, beispielsweise für Banner, können Sie die Vorgabe auch einmal einrichten und sie dann per Schaltfläche speichern. Ebenfalls hilfreich: Unter den Vorgaben finden sich auch alle geöffneten Dateien, so dass Sie die Größe einer offenen Datei problemlos übernehmen können.


Transformieren mit Schieberegler

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Wenn Sie einen Transformier-Befehl aufrufen (am schnellsten mit [Strg T] für Frei transformieren), erscheinen Eingabefelder in den Werkzeugoptionen. Wer hier nicht tippen möchte, klickt auf die kleinen Symbole beziehungsweise Buchstaben neben den Feldern und verändert die Werte mittels Ziehen.

Besonders praktisch: Das Transformationsrechteck verändert sich stufenlos mit und zeigt so die genaue Wirkung der Transformation.


Mehrere Bilder im Dateibrowser

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Der Dateibrowser kam in Photoshop 7 neu hinzu und wurde in CS wesentlich verbessert. Wenn Sie sich um mehrere Bilder auf einmal kümmern möchten, gibt es ein paar Tricks: Sie können mehrere aneinander hängende Bilder mit gedrückter [Shift]-Taste markieren. Einzelne Bilder fügen Sie mit der [Strg]-Taste und Mausklick hinzu.

Mit dem Flaggen-Symbol in der Symbolleiste oder mit dem Befehl Markierung aus dem Kontextmenü lassen sich bestimmte Bilder merken. Im Menü Ansicht blenden Sie dann nur noch diese Bilder ein. Nach der Markierung lässt sich dann sogar in der Suche (Fernglas-Symbol) einzeln fahnden.


Winkel zum Ausrichten nutzen

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Der Horizont vieler Fotos ist oftmals nicht ganz gerade, sondern muss ausgerichtet werden. Dies geht in Photoshop beispielsweise mit der genauen Eingabe von Winkeln.

Wie aber finden Sie heraus, um welchen Winkel Sie drehen sollten? Dabei hilft das Messwerkzeug, das normalerweise zur Messung von Strecken dient. Ziehen Sie dazu ein Maßband auf einer horizontalen Hilfslinie auf. Klicken Sie dann mit gedrückter [Alt]-Taste (Mac: [Wahl]-Taste) auf einen der beiden Punkte und ziehen Sie den zweiten Schenkel des Winkels auf.

Sie können den Winkel auch jederzeit verschieben, indem Sie in den Scheitelpunkt klicken und ziehen. Der Winkel selbst erscheint in der Info-Palette. Sie können ihn nun beispielsweise für eine Transformation übernehmen. Wenn Sie die Arbeitsfläche per Eingabe drehen möchten, ist der Winkel sogar schon automatisch eingetragen.


Effekte mit der Maus verschieben

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Vor ein paar Photoshop-Versionen waren die Effekte unter echten Designern noch verpönt, heute sind sie ? auch dank des Web ? viel im Einsatz. Eine besondere Möglichkeit kennen viele allerdings nicht: Wenn Sie im Bedienfeld Ebenenstil einen bestimmten Effekt bearbeiten, also zum Beispiel einen Schlagschatten oder eine Verlaufsüberlagerung, können Sie ihn gleich auch noch im Bild verschieben. Klicken Sie dazu einfach mit der Maustaste in das Bild und ziehen Sie.


Ebenenmodi leicht umschalten

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Mit den Tastenkombinationen [Shift +] beziehungsweise [Shift ?] schalten Sie die Ebenenmodi um. Dies funktioniert so: mit [Shift +] wird zum nächstniedrigeren Ebenenmodus in der Liste geschaltet, mit [Shift ?] zum nächsthöheren. Ob die Ebenenpalette oder die Werkzeugoptionen betroffen sind, richtet sich nach dem gewählten Werkzeug. Hat das Werkzeug selbst einen Modus (dann auch als Füllmodus bezeichnet), wird dieser umgeschaltet. Bei den Korrekturwerkzeugen wie Nachbelichter und Abwedler wird statt des Modus der Lichtbereich, der korrigiert werden soll, ausgewählt, also beispielsweise Lichter oder Tiefen. Dies ist damit einer der Fälle, in denen Tastenkürzel kontextabhängig belegt sind. Das ist nicht immer einfach zu merken, schleift sich aber recht gut in die Arbeitsroutine ein, wenn man es erst einmal übernommen hat.


Pinsel wechsel dich

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Mit dem Komma und dem Punkt auf der Tastatur können Sie bei aktiviertem Pinselwerkzeug schnell zwischen den Pinselspitzen wechseln. Mit [Shift] und [.] beziehungsweise [,] wechseln Sie zum letzten beziehungsweise ersten Pinsel ? manchmal müssen Sie zuerst mit [Shift] und [.] oder [,] zum ersten oder letzten Pinsel springen, bevor das Wechseln mit Punkt und Komma klappt. Übrigens klappt das Verhalten auch bei anderen Werkzeugen mit Pinselspitze. Nur einige neuere wie das Farbe ersetzen -Werkzeug bleiben leider außen vor.

Wenn Sie Ihre Pinsel in einer intelligenten Reihenfolge angeordnet haben, also beispielsweise nach der Größe, können Sie mit dieser Funktionalität einfach Pinselmaße ändern. Die Reihenfolge der Pinsel ändern Sie an zentraler Stelle im Vorgaben-Manager im Menü Bearbeiten. Dort können Sie Ihre Pinsel und deren Anordnung auch als externe Datei speichern und beispielsweise zu einem anderen Arbeitsplatz mitnehmen.

Zum Ändern der Pinselgröße gibt es allerdings auch noch eigene Kürzel: [Ö] erhöht die Pinselgröße, [#] verringert sie. Wie stark, hängt von der aktuellen Pinselgröße ab. Mit gedrückter [Shift]-Taste macht [] die Pinselspitze weicher, [#] dagegen schärfer.


Ebenenkopie ohne Mausklick

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Drag and Drop ist eine tolle Erfindung, wenn?s aber mal schnell gehen soll, sind Tastenkürzel unter Umständen effizienter. Ziel soll sein, mehrere Ebenen auf eine Ebene reduziert in derselben Datei einzufügen, um sie dann beispielsweise mit einem anderen Ebenenmodus zu versehen. Und so geht es: Sie können eine Auswahl aufziehen oder mit [Strg A] (Mac: immer Apfel-Taste statt [Strg]) das komplette Bild auswählen. Dann geht es Schlag auf Schlag: Zuerst kopieren Sie mit [Strg Shift C] den Inhalt aller sichtbaren Ebenen reduziert auf eine Ebene in die Zwischenablage. Mit [Strg V] fügen Sie die Ebene wieder in das Dokument ein. Sie landet über der aktiven Ebene. Nun können Sie beispielsweise mit [Shift +] oder [Shift ?] noch den Ebenenmodus wechseln (siehe Tipp »Ebenenmodi leicht umschalten«).


Mehrere Ebenen duplizieren

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Wenn Sie den Inhalt mehrerer Ebenen duplizieren möchten, ohne dass daraus eine Ebene wird, müssen Sie ein wenig anders an die Sache herangehen als im vorangehenden Tipp.

Zuerst verketten Sie alle Ebenen. Wenn Sie nun in ein anderes Dokument wechseln, können Sie einfach per Drag and Drop ziehen und per [Shift]-Taste zentriert ausrichten.

Diese Methode lässt sich aber nicht einsetzen, wenn Sie mehrere Ebenen innerhalb eines Dokuments duplizieren wollen. Hierzu erstellen Sie dann aus den verbundenen Ebenen ein neues Ebenenset. Den zugehörigen Befehl Neues Set aus verbundenen Ebenen finden Sie im Palettenmenü oder alternativ im Menü Ebene, Neu. Anschließend können Sie das Set einfach per Kontextmenü duplizieren oder auf das Symbol Neue Ebene unten in der Palette ziehen.

Wenn Sie eine Ebene oder ein Ebenenset per Kontextmenü duplizieren, können Sie als Ziel eine
beliebige andere geöffnete Datei wählen. Das kopierte Set oder die kopierte Ebene landet dann automatisch an oberster Stelle des Ebenenstapels und ist dabei stets zentriert ausgerichtet.


Ebenensets schaffen Ordnung

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Ebenensets sind ein ausgesprochen praktisches Element. Wenn Sie zusätzlich die Farbkodierung und eventuell noch die Ebenenkomp.-Palette für verschiedene Entwürfe verwenden, wird Ihre Arbeitsweise deutlich flexibler. In Photoshop CS lassen sich Ebenensets ineinander verschachteln. Damit können Sie beispielsweise im Set für eine Navigation noch einmal Sets für jeden Button haben.

Wenn das Zuweisen einer Farbe einmal schnell gehen soll, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Auge-Symbol des Sets oder der Ebene. Dann können Sie im Kontextmenü eine Farbe auswählen.


Maßeinheit schnell umschalten

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Screendesigner arbeiten meist mit Pixel als Maßeinheit. Manchmal muss diese aber gewechselt werden. Also auf in das Menü Bearbeiten, Voreinstellungen… So langsam muss das nicht gehen. Klicken Sie einfach doppelt auf das horizontale oder vertikale Lineal. Daraufhin öffnen sich die Voreinstellungen schon im richtigen Register.

Ebenfalls praktisch, aber etwas bekannter ist der Doppelklick auf das Koordinatensystem links oben. Dieser setzt den Ursprung zurück, wenn Sie ihn vorher verschoben haben.


Vollbildmodus ohne Werkzeuge

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Nach langer Arbeit kommt der Zeitpunkt, an dem Ihre Bilder und Designs fertig sind und auf Bewunderer warten. Um die Bilder zu präsentieren, eignet sich der Vollbildmodus am besten (Symbol in der Werkzeugleiste). Wenn Sie mit gedrückter [Shift]-Taste auf das Symbol klicken, werden alle geöffneten Bilder im Vollbildmodus angezeigt. Nun können Sie mit [Strg Tab] zwischen den Bildern hin- und herschalten. Mit der [Tab]-Taste alleine blenden Sie die störenden Bedienfelder aus. Alle Bedienfelder außer Werkzeugleiste und Werkzeugoptionen blenden Sie mit [Shift Tab] aus.

Am eindrucksvollsten wirken Bilder, wenn nichts außer dem Rahmen sichtbar ist. Mit [Strg] und [+] beziehungsweise [?] können Sie dann auch noch in das Bild hinein- und herauszoomen. Beim Webdesign wirkt es auch gut, wenn Sie auf die Hintergrundebene einfach einen leeren Screenshot von einem Browserfenster in eine Photoshop-Datei legen und in diese Datei für den Vordergrund Ihr Design legen. Sie simulieren so das Aussehen im Browser, ohne sofort HTML produzieren zu müssen.

Wenn Sie schnell Ihre Arbeit präsentieren wollen, wählen Sie einfach die benötigten Dateien im Dateibrowser, klicken auf [Enter], um sie in Photoshop zu öffnen, und wechseln dann mit gedrückter [Shift]-Taste in den Vollbildmodus. Jetzt noch die Leisten mit [Tab] ausblenden und schon sind Sie in der Präsentation, haben aber alle Bearbeitungsmöglichkeiten von Photoshop im Hintergrund.


Vollbildmodus mit Farbwahl

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Im Vollbildmodus verschwindet die Menüleiste. Der Vollbildmodus mit Menüleiste lässt sie angezeigt. Er hält allerdings noch eine Besonderheit bereit. Sie können hier die Hintergrundfarbe ändern. Dazu wählen Sie das Füllwerkzeug und klicken mit gedrückter [Shift]-Taste auf den Hintergrund.

Dieser Trick funktioniert übrigens auch hervorragend im Standardmodus, nicht aber im Vollbildmodus, der immer Schwarz zeigt.


Eigene Tipps in die Hilfe einbauen

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Wenn Sie einige der hier gezeigten Tipps und Tricks direkt in die Photoshop-Hilfe integrieren möchten oder selbst Tipps dafür haben, können Sie das in Photoshop CS ebenfalls bewerkstelligen. Eine Anleitung dazu finden Sie unter Hilfe, Tipp, Erstellen von Tipps. Sie können der Hilfe außerdem eigene Links hinzufügen ? sozusagen ein in Photoshop integriertes Bookmark-System.

Es hängt natürlich von den persönlichen Arbeitsgewohnheiten ab, ob ein solches System hilfreich ist. Sinnvoll ist es aber auf jeden Fall in Abteilungen oder Agenturen, wo Zusammenarbeit notwendig ist. Hier lässt sich recht einfach beispielsweise der HTML-basierte Styleguide der wichtigsten Kunden oder Projekte einhängen, damit diese bei jeder Installation verfügbar ist.

Gerade bei längerfristigen Projekten sollten Sie sowieso mit eigenen Farbpaletten, Pinseln et cetera arbeiten. Eine eigene Hilfe ist da eine gute Erweiterung und macht die Arbeit effizienter.


Ebeneneffekte mit Maske

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Effekte sind an sich eine sehr praktische Erfindung. Unangenehm wird es nur, wenn ein Effekt lediglich einen bestimmten Bereich einer Ebene abdecken soll. In diesem Fall ist die schnellste Lösung, in den Fülloptionen mit einer Ebenen- oder Vektormaske einen Teil des Effekts ausblenden. Übrigens, diese beiden Maskenarten lassen sich auch beliebig kombinieren. Wenn Sie nur den ausgeschnittenen Effekt, aber nicht mehr den Inhalt der Ebene sehen möchten, blenden Sie den Inhalt einfach mit dem Schieberegler Fläche in der Ebenenpalette aus.


Ostereier entdecken

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Adobe hat in früheren Versionen (vor 7) immer in der Grafik oben an der Werkzeugleiste ein Osterei versteckt. Wenn Sie mit einer bestimmten Tastenkombination darauf geklickt haben, hat sich der Über Photoshop -Dialog mit einem anderen Bild geöffnet. Dieses Feature musste Adobe Online weichen. Dafür funktioniert es noch im Menü Hilfe, Über Photoshop . Klicken Sie einfach mit gedrückten Tasten [Strg Alt] auf den Menübefehl (Mac: [Wahl Apfel]). In Image Ready funktioniert derselbe Befehl, hier können Sie allerdings noch ein wenig im daraufhin erscheinenden Schiff malen. Klicken Sie dazu mit gedrückter [Strg]-Taste in das Bild. Um die Ente zu entfernen, klicken Sie mit gedrückter [Strg]- und [Alt]-Taste. Das Malen mit der Ente funktioniert auch, ohne dass Sie das Schiff einblenden, dann haben die Enten aber kein Wasser zum Schwimmen.

Alle Listings zum Workshop finden Sie auf der Heft-CD und unter
listings.internet-pro.de
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