PC aufrüsten & tunen
3D-Grafikkarten

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Für leidenschftliche Spieler ist eine gute Grafikkarte fast wichtiger als in neuer Prozessor. Es muss nicht immer das neueste Modell sein. Preisgünstige, abgespeckte Versionen bieten bereits ausreichend Leistung.

Welche Karte ist die Richtige?

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Die Spielehersteller setzen immer bessere Hardware voraus. So ist die Grafikkarte dazu gezwungen, dauernd am Rand ihrer Kräfte zu laufen. Die CPU kann die für komplexe dreidimensionale Welten notwendigen Berechnungen nicht vollständig übernehmen. Es ist aber trotzdem unnötig, gleich die allerneueste 3D-Karte zu nehmen.
Der Markt für Grafikkarten wird von zwei Herstellern dominiert: Nvidia und ATI. Die Wahl fällt schwer, da beide eine Reihe von Chips in unterschiedlichen Versionen anbieten, die obendrein alle sechs Monate von einer neuen Generation abgelöst werden.

Geduld zahlt sich aus

Einstiegsmodelle sind die Geforce 4 MX von Nvidia oder die Radeon 7000 von ATI. 3D-Karten gibt es bereits ab 50 Euro bei ihrer Markteinführung haben sie das Zehnfache gekostet. Es ist offenbar besser, ein wenig Geduld zu haben als viel Geld für die neueste Grafikkarte auszugeben. Denn auch mit einer billigen Grafikkarte läuft die Mehrheit der Spiele auf fast allen PCs. Die einzige Einschränkung ist die Auflösung, in der die Spiele flüssig laufen. Auf einem etwas schwächeren PC wird es schwierig, mit mehr als 800 x 600 zu spielen, auch wenn die Grafikkarte eine höheren Auflösung schafft. Für die Darstellung von bis zu 1024 x 768 Bildpunkten ist eine Grafikkarte mit 64 MByte Speicher ausreichend. Ein PC mit einem Athlon XP oder Pentium 4 könnte aber von einer leistungsfähigeren Grafikkarte profitieren. Eine Geforce FX 5200 oder eine Radeon 9000 wäre hier genau richtig am Platz, denn sie bringen genug Leistung, um Spiele in einer Auflösung von 1024 x 768 darzustellen, und sie bieten obendrein noch eine Reihe neuartiger 3D-Effekte.


Das Ergebnis muss stimmen

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Im unteren Preissektor gibt es Angebote zwischen 60 und 100 Euro, je nach Größe des Grafikspeichers. Man kann sich natürlich auch für eine Grafikkarte mit 128 MByte Speicher entscheiden. Bei 64 MByte oder weniger sollte man allerdings AGP-Texturing nicht nutzen, weil das viel mehr Arbeitsspeicher erfordert und deshalb das RAM des PCs belasten würde.
Bei einem Rechner mit Athlon 64-FX oder einem Pentium 4 E sollte man die Systemleistung nicht durch eine billige Karte drosseln. Hier ist die Radeon 9800 von ATI beziehungsweise die Geforce FX 5900 von Nvidia oder sogar die Geforce 6800 das Richtige.

Die allerneuesten Grafikkarten können über 500 Euro kosten so viel wie ein kompletter Einsteiger-PC. Die Hersteller bieten aber meist auch leicht abgespeckte Versionen, die zwar nicht die Leistung der Vollmodelle erreichen, für ihren Preis aber gut sind und ausreichend Performance bieten.


3D-Karten sind im Paket oft billiger

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Die unten angegebenen Preise sind in der Redaktion errechnete Durchschnittspreise. Die Kosten hängen zudem nicht nur vom enthaltenen 3D-Chip, sondern auch vom Lieferumfang ab (mit Spielen, Kabel et cetera).
Geforce-4-MX-440-Karten sind bereits seit drei Jahren auf dem Markt und werden immer noch verkauft, da sie ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis haben. Die übrigen Modelle, mit Ausnahme der ATI Radeon 7000, sind deutlich neuer. Der Preisunterschied der billigsten Grafikkartenmodelle liegt zwischen einem und 10 Euro.

Autor: lrubio
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