Oracle benennt Kandidaten für PeopleSoft-Verwaltungsrat

Software

Oracle macht ernst beim Kampf um PeopleSoft und stellt für die Wahl des Verwaltungsrates im März 2005 eigene Kandidaten auf.


Oracle
hat in seinem seit 17 Monaten andauernden Übernahmekampf gestern eigene Kandidaten für den
PeopleSoft
-Verwaltungsrat benannt. Wird die Liste im März 2005 komplett gewählt, könnten die Barrieren gegen einen Verkauf PeopleSofts ausgeräumt, und der Merger vollzogen werden. Parallel betreibt Oracle vor einem Gericht in Delaware weiter den Prozess, der das Ziel hat, die so genannten Giftpillen, die einen Schutz gegen die feindliche Übernahme bilden, auf dem Rechtsweg zu beseitigen.

Richter Leo Strine kündigte für den 13. und 14. Dezember eine zusätzliche Anhörung an. Über die Weihnachtsfeiertage will sich das Gericht dann zur Entscheidungsfindung zurückziehen. Experten gehen jedoch davon aus, dass eine Entscheidung im Sinne Oracles sehr unwahrscheinlich ist.

Die vier Oracle-Kandidaten für den künftigen PeopleSoft-Verwaltungsrat sind Duke Bristow, ein Volkswirtschaftler und Chef zweier Unternehmen; Roger Noall, ehemaliger Senior Vice President einer Bank-Holding; Laurence Paul, Chef der privaten Beteiligungskapitalgesellschaft Laurel Crown Capital und Artur Raviv, Professor für Finanzwissenschaft an der Kellogg School für Management.

Mit 60,8 Prozent hat die Mehrheit der PeopleSoft-Aktionäre sich zum Stichtag 19. November bereiterklärt, seine Anteile an Oracle für 24 Dollar pro Aktie zu verkaufen. (dd)

( de.internet.com – testticker.de)

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