IT Security
Kontrolle bei Instant Messaging unerlässlich

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Nur Unternehmen, die eine Vogel-Strauß-Politik betreiben, werden auch in Zukunft Instant Messaging ignorieren können. Davon ist zumindest David Neal überzeugt.

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Analysten der Meta Group konnten belegen, dass die Hälfte aller Nutzer von IM-Tools (Instant Messaging) während der Arbeitszeit diese für private Zwecke einsetzen. 57 Prozent der Befragten pflegen mit IM bei der Arbeit ihre Privatkontakte. Allerdings gaben auch 56 Prozent an, es zu Hause für arbeitsbezogene Aufgaben einzusetzen.

Ich stoppte sofort meinen IM-Kontakt zu Freunden und wollte sehen, ob sie damit einverstanden wären. Nach heftigen Debatten mussten wir alle zugeben, dass auch wir IM für private Angelegenheiten nutzen.

Doch so wie das Telefon auf dem Schreibtisch oder der E-Mail-Account bietet auch IM eine einfache und schnelle Möglichkeit, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. Tatsächlich begrüßten 78 Prozent der Befragten die Technik deshalb, weil man schnellere Rückmeldungen bekommt als bei E-Mail, und 74 Prozent behaupteten sogar, man könne damit Probleme schneller lösen.


Bevor man sich es versieht, kommunizieren alle mit der Regelmäßigkeit eines Serienkillers per IM

Es gibt sicher Argumente, die dafür sprechen, dem Unternehmenspersonal den Zugriff auf solchen Kommunikationsmittel zu erlauben: Es gibt immer Zeiten an einem Arbeitstag, wo die Außenwelt kontaktiert werden muss, und wenn das so ist, dann sollte es doch besser schnell gehen. Das wäre in Ordnung, doch die Erfahrung zeigt, dass der persönliche Gebrauch von IM zum allgemeinen Trend geworden ist. Fängt einer damit an, wird es an Freunde weitergegeben, und bevor man sich es versieht, kommunizieren alle mit der Regelmäßigkeit eines Serienkillers über dieses Medium.

Es ist deshalb nur folgerichtig, IM bei der Arbeit einer gewissen Kontrolle zu unterziehen, beispielsweise mit entsprechenden Nutzungsanweisungen oder über speziell dafür eingerichtete Clients. Ohne solche Maßnahmen könnte das Unternehmen rasch von unsauberen Downloads überschwemmt werden, ohne eine Möglichkeit, die Folgen vernünftig handhaben zu können

IM sollte wie jeder andere Client am Arbeitsplatz verwendet werden, damit wenigstens die IT-Abteilung weiß, wann es zum Einsatz kommt. Wenn IM nicht im gesamten Unternehmen eingeführt und gebilligt und auch entsprechend gefiltert und geschützt wird, dann ist das so, als wenn man eine Hausratte an der langen Leine durch eine Käsefabrik führt.


Instant Messaging einfach zu verbieten, ist sicher nicht die richtige Lösung

Nach Analysen der Meta Group verfolgen nur etwa 35 Prozent der Unternehmen eine Strategie für den Gebrauch von IM. Das ist ein schlechtes Ergebnis. Nicht nur, weil Massaging eine Vergeudung von Arbeitszeit bedeutet, sondern weil es Viren, Trojanern, Würmern und Spam-Mail Tür und Tor öffnet. Aber IM einfach zu verbieten, ist sicher nicht die richtige Lösung.

Nach den Warnungen im Zusammenhang mit Online-Banking, vermehrtem Spam und Viren, Phishing-Attacken und aggressiver Software wird es für Unternehmen Zeit, sich Gedanken zu machen, in welcher Form und wie oft sie ihrer Belegschaft das Browsen im Internet erlauben wollen.

Dabei allzu rigoros zu sein, wäre nicht sehr vernünftig, die Geschichte hat uns ja mehrfach gelehrt, dass Verbote nicht wirklich helfen. Das Beste wäre, mit dem Personal zusammen herauszuarbeiten, welche Tools gebraucht werden, und einen Zeitplan festzulegen, nach dem in vereinbarter Weise IM-Kontakte hergestellt werden dürfen.

Den Kopf in den Sand zu stecken, während die Angestellten munter nach vorne preschen, wäre die denkbar schlechteste Alternative.