IT-Strategie
Philips – Volle Kontrolle mit RFID

IT-ManagementIT-ProjekteNetzwerk-ManagementNetzwerke

Mit einem RFID-Projekt in Asien will Philips ermitteln, ob sich die Technologie für das Inventur-Management und die Überwachung der Lieferkette eignet.

IT-Strategie

In zwei Pilotprojekten wollen Airbus und Philips die Geschäftsvorteile der RFID-Technologie ermitteln. Zwei Fallstudien.

Fallstudie Philips

Chiphersteller Philips Semiconductors hat in Asien ein größeres RFID-Rollout erfolgreich abgeschlossen. Man will in einem Pilotprojekt herausfinden, ob die Technologie sich für den Einsatz in der weltweiten Lieferkette des Unternehmens eignet. Die Firma hofft, damit den enormen Zeitaufwand für das Inventurmanagement zu reduzieren und in Echtzeit die Lieferkette überblicken zu können.

Das Pilotprojekt wurde an einem Produktionsstandort im Taiwanischen Kaohsiung durchgeführt, von wo der gesamte Warenbestand an den zentralen Vertriebsstandort in Hong Kong weiterverschickt wird. Saleem Miyan, Chef für internationale Kooperationsstrategien und Systeme, betont, dass das Unternehmen RFID nutzbringend einsetzt, aber der Preis dafür im Moment noch recht hoch ist: “Wir wollten RFID in unsere Geschäftsabwicklung einführen, um in verschiedenen Operationsbereichen effizienter zu arbeiten. Im Moment ist das noch sehr teuer, aber es funktioniert, was zunächst einmal die Hauptsache ist”, erklärt Miyan.

Bei dem Projekt wurden alle Schachteln und Kartons, die vom Taiwanischen Standort nach Hong Kong und an alle weiteren internationalen Standorte verschickt werden, mit Tags versehen. Dabei handelt es sich um eine Menge von circa 100 000 Gegenständen alle zwei Monate. “Die Vorteile ergeben sich daraus, dass das Tagging auf allen Ebenen stattfindet”, meint Miyan. Ohne die Gesamtkosten des Projekts für das Unternehmen preiszugeben, gibt er einen Betrag zwischen 500 000 und 1,5 Millionen US-Dollar an.

Die Initiative wurde vor drei Jahren gestartet, davon dauerte es bereits zwei, bis das Projekt intern zum Start freigegeben wurde. “Die Übernahme eines solchen Verfahrens ist keine Kleinigkeit, denn es bringt eine Menge Veränderung mit sich. Die interne Befürwortung zu erreichen war ein schwieriges Unterfangen”, so Miyan.

Der Chiphersteller arbeitete während des Pilotprojekts mit IBM zusammen, dessen WebSphere-Software es neben anderen Technologien nutzte, um ein System für die Durchführung des Projekts bereitzustellen. Das System wird von Philips für unterschiedlichste Zwecke verwendet, von der Auftragsvorbereitung und dem Versand bis zum Warenempfang und der Chargenverfolgung.

Miyan glaubt, das System biete eine Menge Vorteile, darunter eine Erhöhung der Produktivität sowie eine höhere Effizienz und Transparenz der Lieferkette. Das Projekt hat natürlich auch als Grundlage für weitere Rollouts in größeren Teilen des Unternehmens eine wichtige Funktion. Er ist der Meinung, die Umsetzung der Technologie wird sich definitiv auszahlen, doch muss sich erst im Laufe dieser Pilotphase herausstellen, wie lange es bis dahin noch dauern wird.

“Wir sind dabei, die Möglichkeiten der Umsetzung auszuloten. Die nächste Phase des Rollouts wird sich dann damit befassen, wie wir eine Integration unserer Kunden erreichen können.” Auf die Frage, wann dieser nächste Schritt zu erwarten ist, war “bald” die präziseste Antwort, die wir Miyan entlocken konnten.

Weiter zur
Fallstudie Airbus

Autor: jm.urio
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen