Matsushita und NEC stellen spezielles Handy-Linux für 3G vor

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Die Hersteller kündigten drei Modelle für NTT DoCoMos FOMA-Netz an. Mit Linux ließen sich leichter Applikationen schreiben als mit anderen Systemen.

Die japanischen Technologieunternehmen
Matsushita Electric Industrial
und
NEC
haben in Zusammenarbeit mit dem Mobilfunkkonzern
NTT DoCoMo
ein Handy-Betriebssystem auf Basis von Linux entwickelt. Die Software ist für 3G-Mobiltelefone optimiert und soll zuerst auf drei Modellen zum Einsatz kommen, teilten die Partner gestern in Tokio mit. Der gestrigen Vorstellung gingen drei Jahre gemeinsamer Entwicklung voraus.

Bisher setzten die Handyhersteller Nippons vor allem auf das Betriebssystem TRON, eine Eigenentwicklung der japanischen Industrie, aber auch Symbian kam zum Einsatz. Matsushita plant nun jedoch, das Linux-basierte System als Standard zu verwenden. “Wir werden wahrscheinlich hauptsächlich Linux auf unseren 3G-Handys einsetzen”, so das Statement des Unternehmens.

Der Vorteil von Linux liege darin, dass Software-Anbieter leichter Applikationen schreiben können. Das System ist unter Entwicklern sehr gut bekannt, was eine geringere Einarbeitungszeit als bei anderen Handybetriebssystemen erfordert. Vor allem Hersteller, die bisher nur geringe Erfahrungen auf dem Mobilfunkmarkt haben, könnten so einfacher Applikationen bereitstellen, erläuterte Matsushita. Eine breite Palette von Anwendungen, die insbesondere 3G-Smartphones auszeichnen soll, könne so schneller bereitgestellt werden.

NEC hat bereits sein erstes Gerät auf Basis des neuen Betriebssystems vorgestellt: Das N900iL ist für den Einsatz in NTT DoCoMos FOMA-Netzwerk bestimmt und bietet außerdem die Möglichkeit, bei erreichbaren WLAN-HtSpots auf Voice over IP umzuschalten. Der Anbieter wird mit dem N901iC ein zweites Gerät mit der gemeinsam entwickelten Software vorstellen. Matsushita kündigte mit dem Panasonic P901i ein vergleichbares Modell an. (mk)
(
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– testticker.de)

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