Fast wie erwartet: Hartz-IV-Software macht Ärger

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Heute berichten mehrere Zeitungen das, was die IT-Branche erwartete: Das “Arbeitslosengeld 2” scheint häufig nicht richtig berechnet zu werden. Die internetbasierte Software macht Probleme.

Wie Frankfurter Rundschau und Berliner Morgenpost berichten, lässt sich die in der
Arbeitsagentur
(vulgo: Arbeitsamt) eingesetzte Software aufgrund technischer Probleme nur teilweise nutzen. Die Angestellten der Ämter würden häufig mitten in der Dateneingabe ausgeloggt werden, müssten dann längere Zeit warten und noch einmal von vorne anfangen.

Seit einer Woche schon soll dies so sein, Ursachen sind aber noch nicht gefunden. Nach den ersten Fehlerbehebungsversuchen sollen gestern Nachmittag noch einmal die ersten Tests gelaufen sein. Weil Behördenmitarbeiter fürchten, dass nicht alle Anträge rechtzeitig eingegeben werden können, müssen sich die Programmierer jetzt sputen.

Bereits die Einführung des Berechnungsprogramms “A2LL” war ein Schnellschuss; doch wie bei Software üblich, kam es zur Zeitverzögerung bei der Fertigstellung. Nach zwei Wochen Verspätung und einer Einführung ohne vorherige Testläufe sind nun alle Zeitpuffer leer- das System mit den 16.000 Mitarbeitern verschiedener Behörden noch einmal durchzutesten, ist kaum noch möglich.

Ob rund zwei Millionen Arbeitslosenhilfe-Empfänger warten müssen, bis sie ihr Geld bekommen, liegt

nun vor allem daran, ob das IT-Projektmanagement vom langsamen Lauf der Behördenzeitrechnung gebremst wird. (mk)

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