Solaris 10: Sun kopiert Geschäftsmodell der Linux-Distributoren

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Sun Microsystems will heute eine kostenlos nutzbare Version seines Unix-Derivates Solaris für die x86-Plattform vorstellen.

Mit einem kostenlosen Solaris 10 tritt
Sun
in Konkurrenz zu den Linux-Distributoren, deren Geschäftsmodell man kopiert: Während Software und Patches registrierten Anwendern kostenlos bereitgestellt werden, verlangt das Unternehmen für den Support und Bug-Fixes eine Gebühr. Dies sagte John Loiacono, Executive Vice President bei Sun, gegenüber dem US-Branchendienst ‘CNet’.

Das neue Preismodell startet mit der für Ende Januar geplanten Einführung von Solaris 10 für Intel- und AMD-Umgebungen. Die Jahresgebühr für Bug-Fixes liegt bei 120 Dollar pro Prozessor. Für 240 Dollar stehen Sun-Techniker während der üblichen Arbeitszeiten für den Support zur Verfügung, 360 Dollar kostet die 24 Stunden-Bereitschaft.

Mit dem neuen Geschäftsmodell will Sun mit Solaris auch zukünftig gegen Linux konkurrieren können – seine Marktanteile hatte das freie Betriebssystems im Serverbereich vor allem den Unix-Anbietern abgenommen. Als zweiten Schritt hatte Sun bereits vor einigen Monaten die Freigabe des Solaris-Quellcodes unter einer Open Source-Lizenz angekündigt.

Solaris 10 wird mit mehreren Neuerungen aufwarten. So sind die N1 Grid Container enthalten, mit denen sich eine Solaris-Installation in mehrere virtuelle, voneinander unabhängige Einzelsysteme aufteilen lässt. Hard- und Software-Probleme sollen über Selbstheilungs-Mechanismen erkannt und nach Möglichkeit behoben oder umgangen werden. Das Process Rights Management bietet durch eine detailliertere Rechtevergabe an einzelne Prozesse einen größeren Schutz vor Angriffen auf das System. (dd)

(de.internet.com – testticker.de)

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