Microsoft-Beschäftigte stahlen Software-Lizenzen für 30 Millionen Dollar

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Die vier ehemaligen Angestellten sehen sich nun mit einer Anklage wegen Betrugs und Geldwäsche konfrontiert.

Ehemalige Mitarbeiter des Softwarekonzerns wurden von ihrem Arbeitgeber angezeigt. Sie sollen Software-Pakete aus dem Unternehmen gestohlen und weiterverkauft haben. Der Verkaufswert von angeblich 32,4 Millionen Dollar ergibt sich aus dem, was die Mitarbeiter über das hausinterne Vertriebssystem für Mitarbeiter herunterluden. Mit diesem System können Beschäftigte des Konzerns Applikationen anfordern, die sie am Arbeitsplatz benötigen.

Das System wurde von den Beschuldigten offenbar so manipuliert, dass die zuständigen Abteilungsleiter nicht wie vorgesehen per E-Mail über die Bestellungen informiert wurden. Die so erschlichenen Software-Pakete wurden dann direkt im Internet verkauft. Hochpreisige Produkte wie SQL Server 2000 oder SQL Enterprise Server 7.0 fanden so wesentlich verbilligt ihre Käufer und verschafften den Mitarbeiter ein komfortables Nebeneinkommen.

Die Angeklagten werden wegen Betrugs und Geldwäsche verklagt. Einen derartigen Fall hatte es bei Microsoft schon einmal gegeben – seinerzeit hatte ein leitender Angestellter das System missbraucht und verlor seinen Job. Die Nachahmer haben sich darin getäuscht, dass sie durch Verschleierung auf technischer Seite das Gleiche noch einmal tun könnten. (mk)

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