“PirateEye” erkennt Camcorder und Videohandys in Kinos

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Das Unternehmen Trakstar demonstrierte Journalisten und Vertretern der Filmindustrie in Hollywood eine Technologie, mit der sich ein Bootlegging in Kinos effektiv unterbinden lassen soll.

Das “In-Theater Anti-Piracy-System” setzt sich aus einem System, das Wasserzeichen in Audio-Signale einbindet sowie dem “PirateEye” zusammen.

Letzteres scannt den gesamten Kinosaal dreimal während einer Vorstellung auf aktive Videoaufzeichnungsgeräte wie etwa Camcorder oder Videohandys. Erkannt werden derartige Geräte durch kurze, für das menschliche Auge nicht registrierbare Lichtimpulse. “Ein Impuls dauert zirka 20 Millisekunden. Das menschliche Gehirn benötigt jedoch mindestens 40 Millisenkunden um einen Lichtstrahl zu registrieren, ganze 200 Millisekunden dauert es, bis der Kopf gedreht wird”, erklärte Howard Gladstone, Geschäftsführer von Trakstar, im Gespräch mit Tom’s Hardware Guide. Die Lichtimpulse sollen damit unsichtbar sein und den Kinogenuss nicht stören.

Zweite Komponente ist “Trakstar-TVS”, eine Technologie, mit der sich Wasserzeichen in Audio-Signale einbinden und aus aufgenommenen Videos wieder herauslösen lassen. So könne etwa bei einem im Internet angebotenen Bootleg erkannt werden, wann und in welchem Kino die “Raubkopie” erstellt wurde.

Bislang sind beide Technologien lediglich Prototypen, die der Filmindustrie als Lösungsvorschlag für ein Unterbinden von mitgeschnittenen Kinofilmen vorgelegt wurden. Obwohl “großes” Interesse bestehe, seien sich die großen Filmproduzenten noch nicht einig, welche Technologie wie eingesetzt werden soll und wer die Rechnung für die Implementation in Kinohäuser tragen soll, sagte Gladstone Theoretisch sei das PirateEye und Trakstar-TVS jedoch bis Mitte 2005 serienreif. (mk)
( – testticker.de)

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