12 neue Dothan-Notebooks
Centrino – next Generation

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Die CPU verhilft Desktop-Ersatz-Notebooks zu bisher unerreichter Performance: Der aktuelle Pentium-M stellt trotz geringer Unterschiede zum Vorgänger neue Temporekorde auf.

Gemischtes Testfeld

12 neue Dothan-Notebooks

Wachablösung an der Spitze des Mobil-CPU-Marktes: Intel ersetzt den grandios erfolgreichen Ur-Pentium-M (Codename ?Banias?) durch den Nachfolger mit dem Codenamen ?Dothan?. Da der Neue bei Einführung vor allem in der mit 2 GHz getakteten Spitzenvariante erhältlich ist, rüsten die Notebook-Hersteller zuerst ihre Desktop-Ersatzmodelle mit Dothan aus.

Das aktuelle Testfeld ist bunt durcheinander gewürfelt: Reine Office-Maschinen mit 15-Zoll-Display rangeln mit hochgezüchteten 17-Zoll-Boliden um die besten Plätze. Wer hier einen unfairen Vergleich vermutet, liegt falsch. Schließlich haben alle Testkandidaten eines gemeinsam: Sie wollen den Desktop-PC überflüssig machen. Die einen im Büro, die andern eher auf dem heimischen Schreibtisch oder gar im Wohnzimmer. Für beide Einsatzfelder gleichermaßen geeignet sind zum Beispiel die Notebooks Dell Inspiron 8600 oder Wortmann Aura. Perfekt für Business-Anwender ist der Testsieger von IBM, während für Multimedia-Fans das Sony Vaio VGN-A117S in Frage kommt.


Dothan ist pinkompatibel

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Eines vorab: Eine zweite Revolution wird Dothan nicht auslösen. Dazu hat Banias die Latte bereits zu hoch aufgelegt. Zudem ist die CPU lediglich ein Bestandteil des kompletten Gespanns aus Chipsatz, Prozessor und WLAN-Modul. Die beiden anderen Komponenten bleiben unverändert; Banias und Dothan passen aufgrund der Pin-Kompatibilität sogar in identische Notebooks, so dass Anwender ein CPU-Update leicht bewerkstelligen können. Einzige Voraussetzung ist der Chipsatz 855 GME.

Kein neues Logo
Aufgrund der geringen Unterschiede wird es auch kein neues Logo oder Ähnliches geben. Dothan-Notebooks werden wie gewohnt das quietschbunte Centrino-Zeichen oder das Pentium-M-Logo tragen. Einzig an den technischen Daten in Zeitungsanzeigen oder auf Websites können Eingeweihte die Prozessoren unterscheiden: Dothan hat 2 MByte L2-Cache und ist mit Taktfrequenzen von bis zu 2 GHz zu haben. Banias, dessen Weiterentwicklung eingestellt ist, hat dagegen nur 1 MByte Cache und erreicht eine maximale Taktfrequenz von 1,7 GHz.

Höhere Leistung
Der Vorteil des Neuen liegt in dessen höherer Leistung. Insbesondere Notebooks mit dem 2-GHz-Topmodell erreichen im Testlabor bislang einzigartige Performance-Werte. So wie der Testsieger, das IBM Thinkpad T42p. Eine derart überzeugende Kombination aus hoher Systemleistung bei gleichzeitig relativ langer Akkulaufzeit gab es noch nie bei einem Notebook. Selbst Modelle mit einem 3,4 GHz schnellen Desktop-Pentium-4-Prozessor erzielen keine derartig hohe Leistung, machen dafür aber zwei Stunden vor dem T42p schlapp. Ob der Geschwindigkeitszuwachs allerdings irgendwem nutzt, ist fraglich.


Geringere Laufzeit

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Trotzdem muss sich Intel milde Kritik an dem Prozessor gefallen lassen. Denn mit Dothan verlässt der Prozessorhersteller den 2003 so konsequent verfolgten Weg, möglichst lange Akkulaufzeiten durch möglichst niedrig getaktete Prozessoren herauszuholen. War der Ur-Pentium-M namens Banias noch ein kleines Wunder hinsichtlich des Verhältnisses von Laufzeitminuten pro Megahertz, relativiert sich der Eindruck beim Nachfolger.
Denn dass mit steigendem CPU-Takt die Akkulaufzeit sinkt, ist schon heute klar: Bereits der Sprung vom Banias 1,7 GHz zum Dothan mit 2 GHz kostet bei ansonsten identischer Notebook-Ausstattung über 20 Minuten Laufzeit. Oder in relativen Zahlen: über zehn Prozent.
Und die momentane Spitze von 2 GHz ist erst der Anfang: Dank eines neuen Herstellungsprozesses Dothan wird mit 90 Nanometer Strukturbreite gefertigt sollen Taktfrequenzen bis zu 3 GHz möglich sein.


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Wenn Dothan dem Vorgänger gar nicht so viel voraus hat, warum dann ein Dothan-Notebook kaufen? Schließlich sind Banias-Modelle noch bis mindestens Anfang 2005 im Handel.
Die Frage ist ebenso leicht zu beantworten wie die nach den Vorteilen: Weil auch nichts gegen Dothan spricht. Bis auf die kleine Einschränkung der kürzeren Akkulaufzeit bringt die CPU keinerlei Nachteile mit sich. Preislich unterscheiden sich Dothan und Banias bei gleichem Takt auch nicht Intels Weg, den Kunden die neuen Prozessoren schmackhaft zu machen.
Wer ein Schnäppchen machen will, sollte Ausschau nach reduzierten Banias-Geräten halten. Auslaufmodelle gibt es sehr günstig.

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