China schließt 1600 Internet-Cafes

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Im verzweifelten Bemühen, die totalitäre Kontrolle über das Internet zu behalten, schließt die chinesische Regierung 1600 Internet-Cafes im Land.

Wenn Ideologie über Innovation steht: die Regierung Chinas hat zum Wochenanfang verfügt, dass ganze 1600 Internet-Cafes im Reich der Mitte geschlossen werden sollen. Weitere 18.000 solcher Lokale müssen zu Kontrollzwecken vorübergehend zu machen. Gegen Betreiber von missliebigen Internet-Cafes wurden Strafen von insgesamt über 10 Millionen Euro verhängt. Im Rahmen des aktuellen Kreuzzugs gegen Schmutz und Schund im Netz wurden in den letzten Monaten nach offiziellen Angaben bereits 445 Menschen inhaftiert und 1.125 Webseiten vom Netz genommen.

Die chinesische Regierung in Bejing sieht nach den Worten von Zhang Xinjian, Mitarbeiter im Kulturministerium, dass Pornografie, Glücksspiel, Gewalt und ähnliche Probleme die gesunde Entwicklung des Internet in China bedrohen. Ob die elektronische Bücherverbrennungskampagne der chinesischen Moral-Hardliner der weiteren Entwicklung der bereits zweit-größten nationalen Internetpopulation (nach den USA) nützt, darf bezweifelt werden. (fe)

Autor: karen
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