9 Double-Layer-Brenner
Der Testsieger kostet 86 Euro

Data & StorageStorage

Damit ist kosten die Brenner nicht mehr als bisherige DVD-Brenner. Dafür können die voerst noch kostspieligen Medien richtig ins Geld gehen.

8 GByte Daten

9 Double-Layer-Brenner

Wofür braucht man die großen DVD-Rohlinge, die knapp 8 GByte Speicherplatz bieten? Zum Beispiel, um Filme 1:1 zu kopieren oder Backups anzulegen etwa von wichtigen Firmendaten oder der Boot-Partition. Gerade wenn das Betriebssystem auch nach Kompression durch Imaging-Tools wie Norton Ghost nicht auf eine herkömmliche DVD passt, spielen die DVD+R DL ihre Kapazitätsvorteile aus.

1:1-Kopien von DVD-Filmen

Der Speicherplatz reicht sogar für 1:1-Kopien von DVD-Filmen mit allen Sprachen, Untertiteln und Menüs aus. Bislang musste man die Videodaten mit Transcoder-Tools verkleinern, damit die Filmkopien auf 4,37-GByte-DVD-Rohlinge passen und das ging häufig zu Lasten der Bildqualität. Zudem mussten zwei oder mehr Stunden für das Umrechnen der Daten in Kauf genommen werden. Mit der Kombination aus Double-Layer-Rohlingen und -Brennern gehört das umständliche Ringen um Speicherplatz der Vergangenheit an.

Die Referenzempfehlung erreicht 86% und kostet nur 86 Euro
Der Spitzenreiter ist der LG GSA-4120B. Er erreicht sehr gute Ergebnisse in allen Tests. Trotz dieser guten Qualität kann er ab bescheidenen 86 Euro erworben werden. Nur 10 Euro billiger und er wäre gleichzeitig die Budget-Empfehlung.


Eine DVD in 45 Minuten

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Das Brennen dauert 45 Minuten

Alle neun internen und externen DVD-Rekorder von Benq, Freecom, Iomega, LG, Lite On, NEC, Philips, Sony und TDK schreiben im Vergleichstest Double-Layer-Medien mit 2,4fachem Tempo. Bis der Rohling voll ist, vergeht rund eine Dreiviertelstunde. Die Gefahr, Ausschuss zu produzieren, besteht nicht: Alle Kandidaten schreiben die neuen Rohlinge ohne Schwierigkeiten. Empfehlenswerte Brenntools, die DVD+R DL und -Rekorder unterstützen, sind Ahead Nero 6 (
www.ahead.de
), Roxio Easy Media Creator 7 (
www.roxio.de
) und Bs Recorder Gold (
www.bhacorp.com
).

Der Book-Type

Wird ein DVD-Film auf ein ein großen Rohling gebrannt, muss der richtige Book-Type eingestellt sein, damit der Player die neuen Medien auch abspielt. Welche Auswirkungen hier ein falscher Eintrag hat, zeigen die Ergebnisse des großen Kompatibilitätstests, den die Redaktion in einer Media-Markt-Filiale anhand von 20 aktuellen DVD-Playern und -Rekordern durchführte. Viele davon konnten die Medien nicht lesen.

Der externe Iomega-Brenner liegt gleichauf mit dem LG
Die Leistung des Iomega Super DVD Writers ist genauso gut wie die Referenzempfehlung. Allerdings lässt sich der Hersteller das hochwertige externe Gehäuse mit 298 Euro auch gut bezahlen. Deshalb nur Platz 2.


16fach Brenner

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16fach spart nur zwei Minuten Zeit

Der Test zeigt deutlich, dass sich nominell hohe Schreibtempi wie 12fach oder 16fach zwar gut auf den Brennerverpackungen machen, in der Praxis aber reine Augenwischerei sind. Der 16fach-Brenner Benq DW1600 benötigt beispielsweise nur 6:16 Minuten, um eine DVD+R zu schreiben, ist damit aber lediglich 40 Sekunden schneller als die 12fach-Laufwerke Iomega Super DVD Writer 12x und LG GSA-4120B. Und nur knappe zwei Minuten mehr als der Benq benötigt der 8fach-Rekorder DVDRW885K von Philips. Wer nicht jeden Tag eine DVD schreibt, braucht also keinen 12fach- oder 16fach-Rekorder.

Geringe Preisunterschiede

Andererseits sind die Preisunterschiede zwischen aktuellen 8fach- und 16fach-Brennern sehr gering. Während die 8fach-Laufwerke von Lite On, NEC und Sony auf rund 95 Euro veranschlagt sind, gibt es den Testsieger LG GSA-4120B schon für 100 Euro und den 16fach-Testkandidaten Benq DW1600 für 110 Euro. Den DVD-Brenner-Kauf aufzuschieben und auf noch schnellere Rekorder-Modelle zu warten, ist sinnlos: Mehr als 16faches DVD-Schreibtempo ist physikalisch nicht machbar (siehe oben).

Die Budget-Empfehlung für 76 Euro ist ein echter Preisbrecher
Der absolute Preisbrecher ist der Lite On SOHW-832S. Er ist günstig und verfehlt die Note ?sehr gut? nur um vier Prozentpunkte. Hier kann bedenkenlos zugegriffen werden, um im PC die neueste Technologie zu haben.

Tipp: Brenner sollten mit der aktuellsten Firmware ausgestattet sein, damit sie die jeweiligen Medien verarbeiten. Mehr dazu finden Sie auf Hersteller-Websites.


Firmware-Upgrade

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Zum Double-Layer-Brenner flashen

Wer den Support für die neuen Medien umsonst haben will, sollte sich nach einem DVD-Rekorder umsehen, der sich per Firmware-Upgrade für DVD+R DL aufrüsten lässt. Gesunde Skepsis ist hier gegenüber Herstellerversprechen angebracht. Der Philips-Rekorder DVDRW824K Vorgänger des Testkandidaten DVDRW885K sollte nach Firmware-Upgrade auch DVD+R9-Medien schreiben können. Das hat sich entgegen den Versprechen von Philips aber als Ente entpuppt. Welche Rekorder sich aber tatsächlich upgraden lassen, lesen Sie beim
Praxistest
.

Medien sind teuer und schwer zu finden
Aller Euphorie um die hohe Speicherkapazität von 7,9 GByte zum Trotz sind die Medien in den Händlerregalen selten. Und was noch schwerer wiegt: Der Kauf trifft den Geldbeutel sehr empfindlich. Da die Produktion von beschreibbaren Medien mit zwei Datenschichten aufwendiger als bei einem Single-Layer-Rohling ist, schlägt eine DVD+R DL mit über 10 Euro zu Buche. Und da effizientere und günstigere Produktionstechniken wie das Inverse-Stack-Verfahren erst Ende 2004 kommen, dürften die Kosten für Rohlinge erst Mitte 2005 sinken. Wann es wiederbeschreibbare DVD+R-DL-Medien geben wird, ist unklar, da es Probleme beim Fertigungsprozess gibt.


Unterschiedliche Brennzeiten

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Der Speed wird unwichtig

Obwohl alle Testkandidaten nominell 2,4faches Brenntempo für die großen Medien bieten, gibt es Schwankungen in der Schreibperformance: Für die Double-Layer-Rohlinge benötigen die Laufwerke Brennzeiten zwischen 42 und 45 Minuten im Verhältnis zur Gesamtzeit des Vorgangs sind das jedoch nur geringe Differenzen. Die Unterschiede in der Brenngeschwindigeit fallen also kaum ins Gewicht.

4fach DVD+R DL
Dass das Brennen der neuen Rohlinge auch schneller geht, zeigt der Pioneer DVR-108. Das Gerät hat es nicht mehr rechtzeitig zum Redaktionsschluss in den Vergleichstest geschafft, erreicht aber in ersten Tests eine hohe Schreibperformance: Das Laufwerk unterstützt 4fache Brenngeschwindigkeit und schreibt die 8-GByte-Medien in kurzen 27 Minuten.

Unterschiedliche Brennzeiten
Mit herkömmlichen Single-Layer-Medien erzielen die getesteten DVD-Rekorder sehr unterschiedliche Brennzeiten. Schneller als der 16fach-Brenner Benq DW1600 ist derzeit kein DVD-Rekorder: Nach flotten 6:16 Minuten ist eine DVD+R komplett geschrieben. Da das Gerät aber erst in den äußeren Rohlings-Bereichen sein hohes 16fach-Tempo erreicht, kommt das zu spät, um einen echten Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den 8fach-Brennern zu erzielen. Der Philips DVDRW885K, schnellster unter den 8fach-Brennern, schreibt eine DVD+R in 8:10 Minuten und ist mit diesen Werten nur zwei Minuten langsamer als der 16fach-Rekorder von Benq.

Wer die gebrannte Video-DVD am PC abspielen will, sollte das nicht mit den Testkandidaten von Benq und Lite On tun. Diese kommen auf hohe Geräuschpegel von 48,6 respektive 49,6 dB(A). Zu den akustischen Leisetretern gehören dagegen mit knapp 37 dB(A) die Laufwerke von Freecom, NEC und TDK. Die 37 dB(A) sind durchaus hörbar, gehen aber im normalen Betriebsgeräusch des PCs unter.

Know-how: Bei 16fach dreht sich die DVD mit über 9700 Umdrehungen pro Minute. Das physikalische Limit liegt bei 10800, dann wird das Medium instabil.


Book-Type

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Der richtige Book-Type schafft mehr Kompatibilität

Wenn der DVD-Player eine Double-Layer-DVD nicht abspielt, liegt das in der Regel am falschen Book-Type des Mediums. Der Book-Type ist eine Kennung, anhand derer ein DVD-Player den Typ einer DVD identifiziert.


Brennprogramm

Verwendet man das 50 Euro teure Ahead Nero 6 (
www.ahead.de
) als Brennprogramm, lässt sich ab Version 6.3.1.17 bei den Brennern für die großen Medien der Book-Type entweder DVD-ROM oder DVD+R DL vor dem Schreiben auswählen. Das geschieht im Menü über Rekorder/ Rekorderauswahl und einen Klick auf Optionen.Vier Brenner im Vergleichstest schreiben nur einen der beiden Book-Types entweder DVD+R DL oder DVD-ROM.

Den Book-Type DVD+R DL, die eigentliche Kennung der neuen Medien, erkennen viele DVD-Player nicht und spielen folglich auch den Film nicht ab. Ganz anders sieht es mit dem Book-Type DVD-ROM aus. Damit beschriebene Rohlinge werden von allen DVD-Playern abgespielt.


Praxistest mit 20 DVD-Playern
Das belegt auch der Praxistest im Media-Markt. Von insgesamt 20 Standalone-DVD-Playern und -Rekordern kommen alle mit den DVD-ROM-Rohlingen zurecht. Nur die DVD-Brenner von Freecom, NEC und TDK sowie der auf Double-Layer geflashte NEC ND-2500A produzieren Medien, die in den beiden Panasonic-Playern DVD-S24 und PMR-E85H Probleme bereiten.


Tipps & Testübersicht

9 Double-Layer-Brenner

Tipp: Empfindliche DVDs lassen sich mit einem Seidentuch reinigen. Auf keinen Fall jedoch kreisförmig, sondern von innen nach außen wischen!

Tipp: Viele DVD-Brenner und -Laufwerke sind beim Rippen von Filmen auf 2fach-Speed beschränkt. Nach einem Firmware-Update gehts oft schneller.

Tipp: Um einen externen DVD-Brenner unterwegs ohne Netzstrom einzusetzen, muss er in der Regel einen Twin-USB-Anschluss haben.

Tipp: DVD-Lab lässt nicht-konforme Auflösungen für Videos zu und eignet sich deshalb dafür, mehrere SVCDs auf DVD unterzubringen. Damit Standalone-Player Kopien auf DVD+R-DL-Rohlingen lesen können, muss der Book-Type beim Brennen richtig gesetzt werden.

Tipp: Die meisten DVD-Brenner schreiben mit der Z-CLV-Methode. Nur der Benq DW1600 arbeitet mit der theoretisch schnelleren, aber aufwendigeren CAV.


Kompatibilitätstest


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