Experten uneinig über DRM-Ansätze

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Kaum Fortschritte hin zu einem allgemein akzeptierten Modell zum Schutz von Urheberrechten digitaler Inhalte machten Industrievertreter auf der Jupiter Media DRM-Konferenz.

Auf der in dieser Woche abgehaltenen
Jupiter Media DRM-Konferenz
zankten sich Berater, Hersteller von Digital-Rights-Management-Software (DRM) sowie Hersteller aus der Unterhaltunsgelektronik in den Podiumsdiskussionen, ob ein Urheberrecht überhaupt durchzusetzen sei.

DRM-Systeme werden im Allgemeinen genutzt um für Konsumenten digitaler Inhalte Spielregeln für deren Verwendung festzulegen. Ziel ist es, damit die unerlaubte Weitergabe der Inhalte per Kopierschutz zu unterbinden. Nach Meinung von Michael Vergara vom Kryptographie-Softwareanbieter
RSA
liege die grundsätzliche Problematik von DRM im Zögern der Firmen, Informationen mit anderen Firmen in einer DRM-Kette zu teilen – womit ein notwendiger Informationsaustausch zwischen Diensten, Geräten und Drittfirmen wie etwa Banken behindert werde.

Bill Rose, Geschäftsführer von
WJR Consulting
sagte, dass der Schutz von Inhalten kaum möglich sei, da Anwender einmal erhaltene Rechte nicht mehr aufgeben wollen. So würden User digitale Medien mit Videokassetten vergleichen und es für selbsteverständlich erachten Videos aufzunehmen und die Inhalte an Freunde weiterzugeben. Rose kritisierte, dass Rechteinhaber bislang eine “faire Verwendung” von digitalen Inhalten zu kompliziert machten.

Letzlich sei es der Anwender, der mit seinem Geldbeutel festlege, wie ein Anwendungsmodell von digitaler Musik und Videos aussehe. Demnach müsse es gestattet sein, Inhalte mit anderen Usern auszutauschen und auf verschiedenen Geräten verfügbar zu machen – ein Prozess, der auch per DRM nicht eingedämmt werden könne: “Verbraucher finden immer einen Weg, das System zu umgehen”, so Rose. (dd)

( – testticker.de)

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