Virus greift MAC OS X an

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Bislang dachte man, Viren, Trojaner und sonstige Malware seien ein reines Windows-Problem – nun taucht erstmals bösartiger Code für das neueste Betriebssystem aus dem Hause Apple auf.

Woche um Woche gibt es neue Viruswarnungen – Mac-Nutzer ließ das bisher kalt – doch kürzlich wurde ein Virus entdeckt der ganz offensichtlich für Mac OS X geschrieben wurde. Nachdem bereits im Mai diesen Jahres eine Schwachstelle des neuen
Apple
-Betriebssystems erkannt und deren Ausnutzung von Experten demonstriert wurde, scheint nun erstmals bösartiger Code mit der Absicht tatsächlichen Schaden anzurichten ins Netz eingeschleust worden zu sein.

Nach Informationen der Antivirus-Firmen
Symantec
und Sophos schaltet der Virus, ein so genannter ?Opener? (oder auch Renoper), Sicherheits-Applikationen wie Firewalls ab. Er scannt lokale Dateien nach Passwörtern und installiert zudem noch einen so genannten Keylogger, der alle Tastatureingaben wie z.B. Kreditkartennummern ausspioniert.

Allerdings gibt Johannes Ullrich vom
SANS
Internet Storm Center ein Stück weit Entwarnung. Der Virus hat einen Bug im Code der es verhindert, dass er von Rechner zu Rechner springt. Zudem kann er nur Rechner angreifen die Administrator-Rechte besitzen. Ullrich spricht im Zusammenhang mit dem ?Opener? von einem Konzeptvirus, der vorrangig zum Ausloten der Möglichkeiten und zur Weiterentwicklung bestimmt ist. Allerdings gibt auch das, in Verbindung mit der Aussicht auf Nachfolger, begründeten Anlass zur Sorge in der Mac-Gemeinde. (ah)

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