Polizei stoppt Dialer-Betrug

Sicherheit

Die Polizei ermittelt gegen zwei Hamburger Firmen, die Rechnungen für ein vermeintliches Monatsabonnement von Sex-Webseiten verschickt hatten.

Die Hamburger Polizei hat Betrüger gestoppt, die über Dialer Verbindungen aufbauten, und ihren Opfern dann unberechtigte Rechnungen für ein Monatsabonnement von Sex-Webseiten schickten. Wie die Behörde gestern bekannt gab, ging man gegen zwei Firmen aus Hamburg vor. Mittlerweile wurden durch eine Ermittlungsgruppe mehr als 6.500 Strafanzeigen wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges bearbeitet. Die Ermittlungen führten dabei vornehmlich ins Ausland, da es sich um international agierende Bande handelt.

Durch technische Manipulation konnte zunächst die Telefonnummer des Internetnutzers durch die Täter in Erfahrung gebracht werden. Später wurde dann über seine Nummer auch seine Anschrift recherchiert, wobei die Betrüger teilweise auch nicht davor zurückschreckten, die Anwender unter einem falschen Vorwand anzurufen und direkt nach ihrer Adresse zu fragen. Sowie die Täter die Anschrift des Internetnutzers in Erfahrung gebracht hatten, erfolgte prompt der Rechnungsversand. Mit zwei groß angelegten Durchsuchungseinsätzen beendete die Polizei zunächst die weitere Taten der Abrechnungsgesellschaften. Zwei Täter wurden vorläufig festgenommen und 80 Rechner sichergestellt.

Seit Ende letzten Jahres erhielten Internet-Nutzer aus dem gesamten Bundesgebiet Rechnungen von Abrechnungsgesellschaften aus Hamburg, die sich auf Beträge von 49 Euro bis 69,90 Euro staffelten. Spätestens nach dem Erhalt mehrerer Mahnungen und dem letztendlich folgenden Schreiben einer Inkassofirma hielten viele Anwender den Druck nicht mehr aus und beglichen die unberechtigte Forderung.

Vielen Opfern war nicht bewusst, dass sie nach der aktuellen Rechtsprechung nicht zur Zahlung verpflichtet gewesen wären, soweit sich der Dialer heimlich auf ihrem Computer installierte. (dd)

(de.internet.com – testticker.de)

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