Amazon: Preissenkungen und portofreie Zustellung zahlen sich aus

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Der Gewinn steigt auf 54 Millionen Dollar. Chef Jeff Bezos meint, dies liege daran, dass man das Geld in Preissenkungen statt in Werbung investiert habe.

Der US-Onlinehändler Amazon verzeichnete in seinem dritten Quartal einen Nettogewinn von 54 Millionen Dollar (13 Cent pro Aktie), nach 16 Millionen Dollar (4 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Wie das Unternehmen heute in Seattle im US-Bundesstaat Washington bekannt gab, stieg der Umsatz um 29 Prozent auf 1,46 Milliarden Dollar. Die Wall Street erwartete jedoch einen Umsatz von 1,47 Milliarden Dollar. “Unsere Entscheidung, Geld für Preissenkungen und portofreie Zustellung statt für Fernsehwerbung auszugeben, wird von den Kunden weiterhin angenommen”, sagte Unternehmenschef Jeff Bezos.

Das Unternehmen erhöhte zudem das untere Ende seiner Prognosen für den Umsatz im gesamten Geschäftsjahr 2004. Bei der Vorhersage für das kommende Jahr lag Amazon jedoch unter den Erwartungen der Wall Street. Vor den Kosten für ein Aktienoptionsprogramm zog der Gewinn um 52 Prozent auf 73 Millionen Dollar (17 Cent pro Aktie) an. Die Analysten, die Thomson First Call im Vorfeld befragt hatte, waren von 18 Cent pro Aktie ausgegangen.

Der Absatz in Nordamerika, inklusive Kanada, konnte um 15 Prozent auf 816 Millionen Dollar gesteigert werden. Das internationale Geschäft wuchs dagegen um 52 Prozent auf 646 Millionen Dollar.

Im Ausblick erwartet Amazon in seinem vierten Quartal einen Umsatz von 2,295 Milliarden Dollar bis 2,545 Milliarden Dollar – ein Zuwachs um 18 Prozent bis 31 Prozent. Die Analysten hatten nur 2,42 Milliarden Dollar berechnet. Für 2005 legte das Unternehmen Schätzungen von 7,40 Milliarden Dollar bis 8.15 Milliarden Dollar Umsatz vor. Die Wall Street wollte mit 8,27 Milliarden Dollar jedoch deutlich mehr sehen. (mk)
( de.internet.com – testticker.de)

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