USA: Entlassungszahlen in der ITK-Branche massiv gestiegen

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Über 54.000 Kündigungen in den letzten drei Monaten zeigen: Es kracht im Gebälk des einstigen IT-Wunderlandes.

Das Streben nach besseren Gewinnmargen setzt Beschäftigte in der US-IT- und Telekommunikationsbranche mächtig unter Druck. Die Zahl der Entlassungen in der Hightech-Industrie der USA ist erneut deutlich gestiegen. Binnen der letzten drei Monate erhielten 54.701 Beschäftigte eine Kündigung. Dies sind 60 Prozent mehr als im zweiten Quartal und 14 Prozent mehr als vor einem Jahr, so eine gestern in Chicago, Illinois, veröffentlichte Studie der US-Arbeitsvermittlungsfirma
Challenger, Gray and Christmas
(CGC). Die Erhebung umfasst dabei Unternehmen der Computer-, Elektronik- und Telekommunikationsindustrie sowie E-Commerce-Firmen.

Normalerweise hätte saisonbedingt eine Erholung eintreten müssen, so CGC-Chef John Challenger. Zahlreiche Unternehmen würden jedoch verstärkt Beschäftigte entlassen, um die Gewinnmargen zu erhöhen. Dies sei notwendig, da der Preiskampf in den verschiedenen Segmenten bereits zu Verkaufspreisen führte, die unter den Herstellungs- oder Betriebskosten liegen. Die Differenz versuchen Firmen nun auszugleichen, indem die gleiche Leistung mit einer kleineren Belegschaft erzielt wird.

In verschiedenen Bereichen wurde jedoch auch ein Wachstum der Beschäftigtenzahlen vermeldet. So suchen IT-Dienstleister wie IBM und BearingPoint nach neuen Angestellten. Aber auch im Hardware-Segment gäbe es zum Teil positive Signale. Sicherheitsexperten und Netzwerkadministratoren könnten ebenfalls schnell eine neue Anstellung finden, so die Studie.

Die IT-Unternehmen haben in diesem Jahr bis Ende September die Entlassung von insgesamt 118.427 Beschäftigten angekündigt. Dies sind 16 Prozent aller geplanten Kündigungen in den USA. Im zweiten Quartal lag der Anteil bei lediglich 13,5 Prozent. (mk)
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– testticker.de)

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