Intel will WiMax in jedem Prozessor

Netzwerke

Ab 2006 will Intel alle Prozessoren mit der drahtlosen Breitband-Technologie ausstatten. Zudem arbeitet man an neuen Chips, die selbstorganisierte Netzwerke bilden sollen.

WiMax sei eine echte Breitbandtechnologie, sagte Hannes Schwaderer, DACH-Manager bei
Intel
auf der
System
s, die das Unternehmen ab 2006 in allen Prozessoren einsetzen will. Die neue Technik ist mit Reichweiten von 30 Kilometern bis 50 Kilometern besonders für Ballungsräume geeignet. Neben WiMax werde sich Intel besonders auf Konvergenz einstellen: “Was uns interessiert, ist Mobilität über die verschiedenen Kommunikationstechnologien hinweg und dafür braucht es intelligente Chips”, so Schwaderer. Intel will das Bindeglied zwischen den verschiedenen Techniken sein, die Plattform, auf der alles zusammenkommt. In Zukunft soll jeder Intel-Chip grundsätzlich kommunikationsfähig sein, so dass er nur noch durch Software auf einen bestimmten Kanal festgelegt werden muss.

“Wir versprechen uns besonders viel von der Kommunikation von Maschine zu Maschine”, erzählte Schwaderer und meinte damit nicht nur RFID-Chips, die zur Produktkennung verwendet werden, sondern vor allem die so genannten “Modes”. Die kleinen Chips sind speziell für Sensorik aller Art geeignet. Sie können Temperatur, Feuchtigkeit oder Bewegung in ihrer Umgebung messen und diese Daten verarbeiten und weitersenden. Ab einer gewissen Anzahl von Modes bilden die Chips ein selbstorganisiertes Netzwerk, das untereinander kommuniziert. Derzeit sind die Chips noch handgelötet und etwa so groß wie ein 20-Cent-Stück, Intel arbeitet jedoch daran, dass sie bald nur noch die Größe eines Stecknadelkopfes haben. “Dann könnte man sie aus einem Flugzeug in den Wald werfen – sobald irgendwo die Temperatur steigt und sich ein Brand entwickelt, könnte die Feuerwehr sehr früh und gezielt eingreifen”, schwärmt Schwaderer.

Intel arbeitet ebenfalls an Pilotprojekten für die mobile Kommunikation z.B. im Auto. Neben Internet-Anschluss, Fernseher und DVD-Player sollen die Chips in zukünftigen Wagen auch untereinander kommunizieren. Stehen dann zwei Autos an der Ampel, könnten sie sich darüber austauschen, wer die aktuellere Software für die Einspritzpumpe hat und sich gegenseitig automatisch updaten. Die Systeme des Fahrzeuges sollen sich nicht nur selbstständig überwachen, sondern auch zentral Fehler melden. Diese werden drahtlos durch eine Art Patch behoben oder die Software zeigt dem Fahrer eine Fehlermeldung – und gleich den Weg zur nächsten Werkstatt. (dd)

( de.internet.com – testticker.de)


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