5 GBit im Café
UMTS und PWLAN

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Derzeit bauen Internet-Provider in Deutschland Netze aus Tausenden WLAN-Hotspots auf. Was Sie über die Hotspot-Nutzung wissen müssen, erfahren sie in diesem Artikel.

Hotspot-Nutzung

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Die erste Hürde bei der Hotspot-Nutzung ist oft, einen geeigneten Spot überhaupt zu finden. Die Betreiber bieten Standort-Verzeichnisse im Web oder gedruckt an. Sites wie,
hotspot-locations.de
, und
www.wifinder.com
(international) versuchen, Überblick zu geben.

Auch die Abrechnungsverfahren sind bunt gemischt: Von der Rubbelkarte (Voucher), die am Tresen verkauft wird, über die Eingabe einer Kreditkartennummer und Anforderung der Zugangsdaten per SMS bis zur Nutzung vorhandener DSL-Zugangsdaten von 1&1 und AOL reichen die Varianten.


Laptop fit machen für Hotspot

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Die Chipsätze vieler WLAN-Adapter erkennt und unterstützt Windows XP mit Bordmitteln. Selbst wenn der Hardware-Hersteller eigene Treiber mitliefert, ist es deshalb stets den Versuch wert, das Finden der PC-Card oder des USB-Adapters zunächst Windows XP zu überlassen. Nach der Installation sollte die WLAN-Hardware als zusätzlicher Netzwerk-Adapter unter Einstellungen/Netzwerkverbindungen auftauchen. Schalten Sie in dessen Eigenschaften die Option Symbol bei Verbindung im Infobereich anzeigen ein. Diese hilft später beim Auffinden von WLAN-Netzen. Im Internetprotokoll (TCP/IP) müssen die Optionen IP-Adresse automatisch beziehen und DNS-Serveradresse automatisch beziehen aktiviert sein. Außerdem sollten Sie unter Erweitert die DHCP-Funktion einschalten.

Sobald Sie sich in der Abdeckungszone eines WLAN-Access-Points befinden, meldet Windows XP das gefundene Netz per Sprechblase am Symbol der WLAN-Verbindung. Einen Netzwerkschlüssel für eine WEP-Verschlüsselung verlangen öffentliche Hotspots in der Regel nicht. Nach der Anmeldung genügt es deshalb meist, den Internet Explorer zu starten. Webzugriffe werden dann zunächst automatisch auf die Portalseite des Gateways umgeleitet. War der Internet Explorer bereits geöffnet, kann es nötig sein, ihn neu zu starten. Die Portalseite sollte Sie über das weitere Vorgehen informieren. Häufig stehen dort verschiedene Varianten zur Authentifizierung und Abrechnung zur Wahl. Aus mehreren Logos von Providern und Mobilfunkbetreibern können Sie dann per Klick aussuchen, welcher Anbieter Ihnen die Hotspot-Nutzung in Rechnung stellen soll.

Informieren Sie sich bei Ihrem regulären Internet-Provider über seine Angebote in Sachen Hotspot-Nutzung. Bei 1&1 sind zum Beispiel in allen Internet-Tarifen 10 Stunden pro Monat an 1&1-Hotspots enthalten. Jede weitere Minute kostet 16 Cent.


Spezialfall AOL

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AOL sicherte sich 120 Szene-Locations für WLAN-Hotspots. Einziger Schönheitsfehler: Für die Anmeldung wird nicht nur eine AOL-Kennung verlangt, sondern zusätzlich die Installation der AOL-Software (Downloadgröße: 78 MByte). CD-ROMs mit Version 8.0 oder 9.0 liegen an allen Hotspots aus. Möglich ist der PWLAN-Zugang ab Version 6.0. Der abgespeckte Client AOL Connect erlaubt keine PWLAN-Einwahl. Soweit noch nicht geschehen, können Sie sich vor Ort als AOL-Kunde anmelden. Wer das attraktive PWLAN-Angebot wahrnehmen, AOL aber sonst nicht nutzen will, meldet sich zum Start-Tarif für 1,65 Cent/Minute an. Die Mindestnutzung beträgt 10 Stunden im Monat, so dass mindestens 9,90 Euro im Monat anfallen.

In der AOL-Software 9.0 wählen Sie unter Einstellungen/Verbindung die Option Neuer Standort und legen eine neue Konfiguration mit der Verbindungsvariante TCP/IP: LAN oder ISP an. Nach Anmeldung mit AOL-Namen und Passwort können andere Internet-Programme wie Browser oder E-Mail-Programme die bestehende Verbindung mit benutzen.