Sun bringt Java Desktop System mit Solaris-Unterbau

Allgemein

Eine stärkere Verbreitung des eigenen Unix-Derivates wird angestrebt. Das JDS soll die Windows-Vormacht auf den Unternehmens-Desktops anknabbern.

Der US-Technologiekonzern Sun Microsystems hat seine Nutzeroberfläche Java Desktop System (JDS) in einer Version für das Unix-Derivat Solaris veröffentlicht. Das System setzte bisher auf einem SuSE-basierten Linux-System auf. Auf Suns FTP-Servern steht nun auch eine Variante mit Solaris 9-Unterbau zur Verfügung, die ohne öffentliche Ankündigung bereitgestellt wurde.

Sun erhofft sich von dem Schritt offenbar eine stärkere Verbreitung seines eigenen Betriebssystems. Da die Quellcodes offen liegen, könnte der Konzern damit rechnen, dass es aus den IT-Abteilungen von Firmen, die JDS einsetzen, Rückläufe zu Code-Optimierungen oder Sicherheitsproblemen geben wird. Die Entwicklungskosten würden so mit steigender Verbreitung sinken.

Noch in diesem Jahr soll die Version 3 des JDS veröffentlicht werden. Es ist davon auszugehen, dass diese bereits zum Release-Termin als Linux- und Solaris-Variante verfügbar sein wird.

Das JDS ist eine komplette System-Distribution, die auf bewährter Linux-Software wie den Gnome-Fenstermanager, den Mozilla-Browser und Suns eigene Büro-Software StarOffice setzt. Mit dem Produkt will Sun vor allem die Vorherrschaft von Windows auf Arbeitsplatzrechnern in Unternehmen angreifen. Die Nutzungslizenz inklusive Support ist zum Kampfpreis von 50 Dollar pro Jahr und pro Anwender für die Solaris-Version zu haben. (mk)
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de.internet.com
– testticker.de)


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