OQO kündigt Verfügbarkeit seines Minicomputers an

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Der schon totgesagte OQO-Computer, der einen vollen Windows-XP-Rechner auf PDA-Größe bringt, wird heute nun doch offiziell gezeigt.

Durchatmen bei OQO: Nachdem Marktexperten den gleichnamigen Taschencomputer totgesagt hatten und selbst das Wired Magazine den kleinen Rechner mit dem “Vaporware-Award” als größte technologische Luftblase im Jahr 2003 ausgezeichnet hatte, wird der OQO “model 1” am Donnerstag nun offiziell vorgestellt.

Der “Ultra-Personal-Computer” ist das erste kommerziell verfügbare Gerät, das im Formfaktor eines PDAs einen voll funktionsfähigen Windows XP-PC integriert. Auf einer Fläche von knapp 12,5 cm mal 8,6 cm und einer Tiefe von 2,3 cm bietet das model 01 einen mit 1 GHz getakteten Crusoe-Prozessor von Transmeta, eine 20 GByte fassende Festplatte, 256 MByte RAM sowie 802.11b Funknetz-Unterstützung. Das Fünf-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 800 mal 480 Bildpunkten. Der integrierte 3D-Grafikchip besitzt acht MByte Speicher. Die Batterie liefert eine Laufzeit zwischen zwei und drei Stunden.

Entgegen den Kritiken, dass das model 01 viel zu spät auf den Markt kommt, sagte Elizabeth Bastianse, Director of Produktmanagement bei OQO, dass das Gerät erst auf der diesjährigen CES im vergangenen Januar offiziell angekündigt wurde. “Es gab sehr viele Missverständisse in der Öffentlichkeit, was die Verfügbarkeit des OQO-Rechners betrifft. Das 2002 erstmals gezeigte Gerät war lediglich eine Studie und ein Beweis, dass ein Pocket Windows-PC machbar ist.”

Als Hürden bei der Entwicklung nannte Bastianse die Strukturierung des Innenlebens des model 01: “Es war eine Herausforderung, das Design eines PC völlig neu aufzubauen und alle Features eines Computers im Gehäuse des model 01 unterzubringen.” Als Zielkundschaft nannte die Produktmanagerin in erster Linie Vertriebspersonal, Regierungseinrichtungen sowie das Gesundheitswesen. Dabei werde das Gerät zwischen dem Notebook- und PDA-Markt platziert: “Es gibt sehr spezifische Anwendungen die mobile Beruftstätige nutzen wollen. Meist ist aber der PDA nicht leistunsgfähig genug und das Noteboook zu klobig.” Der OQO dagegen unterstütze Windows-Anwendungen und mache einen Spagat zwischen beiden Segmenten.

Aufgrund seines 1-GHz-Prozessors wird man vom OQO keine Bestleistungen hinsichtlich Performance erwarten können. Bastianse schloss für absehbare Zeit auch ein Upgrade des Rechners aus: Die Integration eines neuen 1,6-GHz-Efficeon-Chips von Transmeta sei sehr aufwendig und deswegen noch nicht geplant.

Vom Start werde wird es den OQO nur in einer Hardware-Konfiguration geben. Gewählt werden kann nur beim Betriebssystem: Die Version mit Windows XP Home kostet 1900 Dollar, die Version mit Windows XP Professional liegt bei 2000 Dollar. (mk)
( – testticker.de)

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