IT-Markt
Kopf hoch, IT-Leute!

IT-ManagementIT-ProjekteNetzwerk-ManagementNetzwerke

Bei einer Umfrage zur Ermittlung der 100 unbeliebtesten Jobs erreicht der IT-Manager Platz 3. Das ist schlimmer als Knoblauchsortierer oder Schweinesamen-Sammler. Und Datenbankspezialisten sind verhasster als Internet-Berater…

IT-Markt

Es war vielleicht nicht gerade die wissenschaftlichste Untersuchung, die das britische Magazin Computing je durchgeführt hat, aber eine E-Mail-Umfrage, die nach den miesesten Jobs in Großbritannien forscht, ist kein großer Akt.

IT-Manager zu sein steht bei den Befragten an dritter Stelle unter den unbeliebtesten Karrieren. Doch immerhin kommt er auf der Liste der “Scheißjobs” noch besser weg als ein Betreiber einer Sexnummer und als Kabinenreiniger auf einer Nordsee-Fähre.

Das beruhigt.

Aber an die Attraktion eines Knoblauchsortierers, Plastiktablett-Überprüfers oder eines Schweinesamen-Sammlers – dessen Rolle uns bisher Gott lob nicht bekannt war – kommt er nicht heran. Auch die Datenbankbauer waren mit Platz 14 noch verhasster als etwa Tonnenmänner oder Internet-Beratern mit Platz 72, die ihrerseits weit hinter Madenzüchtern zurückblieben.

Nun, vielleicht sollten wir lieber jetzt aufhören, um nicht allzu frustriert zu sein. Vielleicht zeigt das Ergebnis uns einfach eine ganz allgemein verbreitete Haltung gegenüber Technologie und jeder Art technisch orientierter Arbeit.

Es gibt durchaus auch rationale Gründe dafür, eine Karriere in der IT-Branche abzulehnen, zum Beispiel die Tatsache, dass man dich in die Wüste schickt, sobald du 35 Jahre alt bist.

Aber das ist nicht der Punkt.

Im Bewusstsein vieler, sonst durchaus offener junger Leute ist alles andere erstrebenswerter, als ein Computerfreak zu werden. Damit meinen wir jetzt jemanden, der tatsächlich dafür arbeitet, sich komplexe Fähigkeiten anzueignen, anstatt auf bequemerem Weg zu Ruhm zu gelangen. Das betrifft nicht nur die IT – Trickfilmzeichner liegt zum Beispiel bei den miesesten Jobs mit Platz 15 auch noch weit vorn.

Das Ganze wäre keine Katastrophe, wenn wir eine Herstellungsindustrie hätten, oder Nordseeöl, oder Sonne das ganze Jahr. Aber technisches Spezialwissen und Innovation sind nun mal unsere besten Pferde im Stall, wenn es darum geht, weltwirtschaftlich mitreden zu können.

Also müssen wir das Problem der Technologiefeindlichkeit irgendwie angehen, wenn wir uns nicht irgendwann schlagen wollen um Niedrigstlohn-Jobs wie Zement-Forscher (Platz 34), Koalabär-Ausstopfer (18) oder – Gott behüte – Journalist (95).