Oracle redet Preis für PeopleSoft-Kauf klein

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Kaum hat man die PeopleSoft-Kundschaft mit feindlichen Übernahmeangeboten verschreckt, sinkt schon der Wert der Firma und damit des Übernahmegebots. Dies könnte bis zu einem Drittel im Wert fallen.

Das Software-Unternehmen Oracle redet den Übernahmepreis für den Konkurrenten
PeopleSoft
weiter klein. Safra Catz, Oracles Co-Präsidentin, sagte gestern vor einem Kanzleigericht in Delaware aus, dass der Preis von 21 Dollar pro Aktie um bis zu einem Drittel gesenkt werden könne, weil die Performance des Unternehmens in diesem Jahr sehr schwach war.

Der Gewinn PeopleSofts sei in diesem Jahr deutlich schlechter ausgefallen, als erwartet und das Unternehmen habe bereits Schwierigkeiten, alleine zu überleben, so Catz weiter. Für das gesamte Geschäftsjahr sei lediglich ein Gewinn um 60 Cent pro Aktie zu erwarten, wogegen die Analysten im ersten Quartal noch von 90 Cent sprachen. Damit würde der Gewinn sogar noch unter dem Vorjahresergebnis liegen. “PeopleSoft ist als eigenständige Einheit langfristig nicht lebensfähig”, so die Co-Präsidentin weiter.

Hintergrund der Äußerungen ist offenbar der Versuch, den Aktienkurs für PeopleSoft schnellstmöglich zu drücken. Oracle bot bisher 7,7 Milliarden Dollar bzw. 21 Dollar pro Aktie. Das Software-Unternehmen hat derzeit jedoch einen Börsenwert von 21,83 pro Wertpapier. Im Oracle-Vorstand wird sogar eine Senkung des eigenen Angebots diskutiert. Eine erfolgreiche Übernahme wäre dann nur durch einen rapiden Kursverfall der PeopleSoft-Aktie möglich. (mk)
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– testticker.de)

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