Preiskrieg und Spam machen VoIP zu schaffen

NetzwerkeVoIP

Anbieter von Voice over IP-Produkten stehen in den USA bereits bald mit dem Rücken zur Wand. Der Grund – minimale Gewinnspanne und das Spam-Problem.

Entwickler von Internet-Telefonie-Technologien wie
Cisco
, Lucent und
Avaya
haben sich in dieser Woche in Los Angeles auf der
Internet Telephony Expo
getroffen und anstehende Herausforderungen diskutiert. Dabei wurden der aktuell in den USA stattfindende Preiskrieg zwischen Providern sowie eine völlig neue Welle von Spam als Bedrohung für das Wachstum von VoIP zur Sprache gebracht.

“VoIP hat Telefongespräche so stark verbilligt, dass VoIP-Firmen einen Bankrott riskieren, sollte der Wettbewerb nur über den Preis stattfinden”, sagte Dr. Arun Sobti, Vorstand der Organisation IP Unity. Firmen wie
Vonage
, ATT CallAdvantage,
Speakeasy
und Skype bieten mittlerweile einen landesweiten Telefonservice für Pauschalgebühren von monatlich etwa 25 Dollar an. Gespräche kosten in den Staaten mit 0.02 Dollar pro Minte etwa 80 Prozent weniger als über das traditionelle Festnetz. Hier sei nicht mehr viel Spielraum möglich, sagte Sobti. Obwohl für US-Kunden der Grund für einen Wechsel zu VoIP häufig eine Kostenfrage ist, treten immer stärker auch die Features von VoIP in den Verdergrund. So kristallisiere sich etwa die per MP3-Dateien frei festlegbare Warteschleifenmusik für viele Neukunden im privaten und geschäftlichen Bereich eine wichtige Rolle.

Nach Ansicht der Firmen ist Spam nicht mehr nur auf Emails oder Handynachrichten beschränkt sondern sei drauf und dran, auf das Telefon überzuschwappen. Es sei vergleichsweise einfach für Versender, per Script VoIP-Nummern zu wählen und Nachrichten zu übertragen, sagte Sobti. Dabei haben diese Art von Spam weit drastischere Auswirkungen als bei der Email: Während es häufig keine Rolle spiele, ob eine Email ein paar Minuten früher oder später eintreffe, treffe VoIP Gateways direkt und wirke sich in verschlechterte Sprachqualität aus – ein Umstand der für die Nutzer sofort erkennbar sei, so Sobti. Deshalb setzten sich die Firmen bereits jetzt für Maßnahmen gegen VoIP-Spam ein: Wie bei der Email, sollen auch bei VoIP schwarze Listen und Filter der Masse von Spam entgegenstehen. (ah)
( – testticker.de)


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