Storage-Strategien
Microsoft plant Non-Stop-Backup

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Microsoft wird im nächsten Jahr mit der Markteinführung von Data Protection Server (DPS) massiv in den Backup/Recovery-Markt investieren.

Storage-Strategien

Microsoft wird im nächsten Jahr mit der Markteinführung von Data Protection Server (DPS) massiv in den Backup/Recovery-Markt investieren. Diese Anwendung wurde entwickelt, um Netzwerk-Verwaltern die Möglichkeit zu geben, große Datenvolumen auf Windows-basierten Servern leichter, schneller und billiger zu lagern und zu suchen anstatt Standalone-Festplatten-Speichersysteme oder virtuelle Bandbibliotheken zu nutzen. DPS wird in den Wettbewerb mit ähnlicher Software treten, wie sie Speicherspezialisten wie Veritas und BakBone anbieten, aber auch mit Produkten großer IT-Anbieter wie iBM, HP und Computer Associates.

Das könnte zu einem größeren Aufruhr auf dem gesamten Speicher-Software-Markt führen. DPS befindet sich derzeit im privaten Beta-Test und soll nach Plan in der zweiten Hälfte 2005 im Handel erhältlich sein. Das Programm basiert drauf, dass es “Schnappschüsse” von Änderungen an Dateien macht. Es wird außerdem fortlaufende Backups unterstützen, was bedeutet, dass Administratoren in der Lage sein werden, Nachteile bei der Server-Leistung zu vermeiden, die durch größere geplante Backups entstehen.

Raymond Paquet und Nick Allen von der Analystenfirma Gartner glauben, dass ständiges Disk-to-Disk-Backup die benötigte Zeit für die Wiederherstellung von Daten von Stunden auf Sekunden reduzieren kann. Erfolgreiche frühe Implementationen könnten allerdings zeigen, dass DPS zwischen primärem Speicher und Bandspeicher-Servern sitzt. “Das herkömmliche Band wird den DSP-Server sichern und nicht die individuellen Server”, meinten die Analysten in einer Forschungsnotiz. Ein Bericht von Analysten von Forrester Research stimmt zu. “DPS wird kostengünstige Funktionalitäten für die Datenwiederherstellung bei einem Unglücksfall bieten, ist aber kein Ersatz für ausgefeiltere Produkte auf diesem Gebiet”, meint Forrester. “Die erste Version von DPS wird darauf angewiesen sein, dass traditionelle Backup- und Datenwiederherstellungs-Anbieter sich mit den Feinheiten der Datensicherung auf Band, den Betriebssystemen, die nicht von Microsoft stammen, und den NAS-[Network-Attached Storage]-Anwendungen befassen. Außerdem wird Microsoft seine Applikationsagenten wahrscheinlich auf Server-Plattformen wie Exchange und SQL Server beschränken.”

Die Datensicherung auf Festplatte wird zunehmend populärer, da die Preise für Festplatten mit höherer Kapazität zunehmen fallen und die Unternehmen nach Systemen suchen, die Daten schneller erfassen und wiederherstellen können als es derzeit mit bandbasierten Medien der Fall ist.

Microsoft arbeitet nach eigenen Aussagen auch an der Integration von Festplatte-auf-Band-Funktionen mittels eines Interfaces, das auf dem Volume Shadow Copy Service (VSS) API von Windows Server 2003 beruht. Bandunterstützung würde es Microsoft ermöglichen, sogenanntes Festplatte-zu-Festplatte-zu-Band-Speichern anzubieten, wobei die Daten schrittweise zwischen den Plattformen verschoben werden, um ihren Wert und ihre Aktualität darzustellen. Mehr als 20 Firmen haben laut Microsoft Unterstützung für DPS angekündigt, unter ihnen EMC, Dell, Hitachi Data Systems (HDS), HP, Iomega, Quantum und Storage Tek sowie Speichersoftware-Firmen wie Computer Associates und Quest.

Weitere Infos:
www.microsoft.com/dps