“Hire and Fire” bei Peoplesoft

NetzwerkeSoftware

Der Peoplesoft-Chef ist gefeuert, ein neuer angeheuert. Der bisherige CEO wird beschuldigt, die Anleger getäuscht zu haben.

Die Nachrichten rund um den
Anbieter von Unternehmens-Steuerungs-Software
überschlugen sich Ende letzter und Anfang dieser Woche. “Geschäftsführer fristlos gekündigt” hieß es zuerst, dann wurden unterschiedliche Gründe verbreitet und Freitag Abend schließlich schon ein Nachfolger ernannt. Für alle, die da nicht mitkamen, ein kurzer Nachrichtenüberblick.

In der Übernahmeschlacht um Peoplesoft, einem Unternehmen, für das
Oracle
-Chef Larry Ellison ein Vermögen von 7,7 Milliarden US-Dollar ausgeben will, stritten sich schließlich auch die Peoplesoft-Chefs. Ein Vorstandsmitglied des Unternehmens hatte den ehemaligen Unternehmenschef Craig Conway der Irreführung der Investoren beschuldigt. Der hätte angeblich falsche Informationen über die Konsequenzen des feindlichen Übernahmeversuches angegeben. Dies erklärte nun Anteilseigner Steven Goldby vor einem Kanzleigericht in Delaware. Conway hätte im vergangenen Jahr noch versichert, dass durch die Übernahmeschlacht keine Kundenabwanderung von PeopleSoft stattfinden würde. Diese massive Fehleinschätzung sei einer der Gründe für Conways Rausschmiss.

Der Nachfolger steht seit Freitag abend bereits fest. Firmengründer Dave Duffield soll langfristig die Funktion des CEO ausüben. Der 63-Jährige sei kein Übergangschef, erklärte Phil Wilmington, Co-President bei Peoplesoft, heute gegenüber der ‘Financial Times Deutschland’. Lachender Dritter in der Schlacht um den Business-Softwaremarkt bleibt das deutsche Unternehmen SAP. (mk)

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