Bluetooth Headsets
7 Freisprecheinrichtungen

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Das Handy gehört im Auto nicht ans Ohr. Spätestens seit es dafür einen Punkt in Flensburg gibt, suchen kommunikative Autofahrer eine Alternative. Doch nicht alle Headsets erfüllen die Anforderungen der Polizei.

40 Euro + 1 Punkt

Bluetooth Headsets

Telefonieren im Auto für 30 Euro war ja okay. Zumal Kontrollen ohnehin so selten stattfanden, dass selbst Dauertelefonierer um eine Strafe herumkamen. Seit Ende letzten Jahres ist allerdings ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro fällig; dazu kommt ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg.

Tatsächlich erlaubt ist die Handynutzung im Auto nur, wenn der Fahrer dazu das Mobiltelefon nicht in die Hand nehmen muss. Das funktioniert lediglich, wenn die automatische Rufannahme eingeschaltet ist, das Telefon über eine Spracherkennung verfügt und der Fahrer ein Headset mit Taste für die Grundfunktionen bereits aufgesetzt hat.

Dank Bluetooth sind schnurlose Headsets auch zu den meisten Handys kompatibel. Einmal mit dem Handy gekoppelt, sind sie auf Tastendruck oder durch simples Aufklappen in Sekundenschnelle am Telefon angemeldet und funktionstüchtig.

Bild: Das Earglove Bluesport sieht freakig aus, ist aber funktional eingeschränkt.


Freisprecheinrichtung

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Wer keinen Klumpen am Ohr hängen haben möchte, kommt um eine Freisprecheinrichtung im klassischen Sinne nicht herum. Doch auch oder speziell da tut sich im Moment einiges. Eine neue Technik verheißt Gutes: Mit dem Bluetooth SIM Access Profile (SAP) soll es möglich sein, ein vollständiges Autotelefon samt Antenne, Mikrofon, Lautsprecher und Bedieneinheit mit dem eigenen Handy zu koppeln. Sobald der Fahrer den Zündschlüssel ins Schloss steckt, schaltet sich die GSM-Einheit seines Handys komplett ab und stellt den Inhalt der SIM-Karte zur Verfügung. Der Festeinbau im Auto greift darauf zu und meldet sich nun selbst am Mobilfunknetz an. Der Vorteil gegenüber bisherigen Lösungen mit zwei SIM-Karten und einer oder zwei Rufnummern: SMS kommen immer da an, wo es jemand mitbekommt, eventuelle Kosten für Rufumleitungen entfallen und das Handy muss nicht explizit ausgeschaltet sein, wenn das Autotelefon zum Einsatz kommen soll. Allerdings ist bislang kaum ein Handy mit SAP ausgestattet.

Bild: Logitechs Mobile sitzt aufgrund des gefederten Bügels sehr angenehm.


Bluetooth-Voice-Basis

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Ähnlich funktionieren Freisprecheinrichtungen auf Bluetooth-Voice-Basis. Sie sind nichts anderes als ein sehr großes Funk-Headset, das fest im Auto verbaut wird. Es enthält entweder einen eigenen Lautsprecher oder benötigt eine Verbindung zum Autoradio, damit der Gesprächspartner über die Autoboxen zu hören ist. Darüber hinaus gibt es Mikrofon und Bedieneinheit; einige Modelle haben sogar ein Display.

Der große Nachteil dieser Lösung ist, dass das Handy viel Energie verbraucht. Schließlich sendet es gleichzeitig im GSM- und im Bluetooth-Netz. Außerdem fehlen Lademöglichkeit und Außenantenne. Beides ließe sich zwar zusätzlich einbauen, doch der dafür nötige Aufwand rechtfertigt dann keine BT-Freisprecheinrichtung mehr.

Wer aber häufiger sein Mobiltelefon wechselt und nicht besonders kritisch gegenüber Handystrahlung eingestellt ist, sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Bedienung und Komfort sind zumindest bei der Lösung von Parrot hervorragend.

Bild: Das Sony HBH-35 funktioniert auch mit Handys anderer Hersteller.


Testkandidaten

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Wie leicht die folgenden sieben Headsets zur Zusammenarbeit mit Handys zu überreden sind, zählt im Verlgeichstest ebenso zu den Kriterien wie Sprachqualität, Tragekomfort und Ästhetik. Schließlich greifen einige Käufergruppen bestimmt nur aus optisch-coolen Gründen zu Bluetooth. Der Großteil der potenziellen Kunden legt aber Wert darauf, möglichst wenig dämlich zu wirken, und erst recht, nicht nach McDrive-Mitarbeiter auszusehen.

Belkin Hands-Free
Das Gerät von Belkin ist eines der kleinsten im Test. Angenehm ist der Ohrbügel aus Gummi Aufsetzen ist problemlos mit einer Hand möglich. Die Sprachqualität ist besser als erwartet, aber ungleichmäßig.

Body Glove
Leider hat sich der Hersteller mehr Gedanken über die Optik als über die Technik gemacht, denn der Ohrhörer besteht aus einer flachen Plastikscheibe und sitzt nicht gut.

Jabra BT250
Der von Gummi umgebene Ohrstöpsel sitzt im Gehörgang. Das sorgt für guten Klang, aber nicht jeder findet das bequem. Ein zweiter, der nicht so tief eindringt, liegt bei.

Logitech Mobile
Federn halten den Bügel in seiner Position, deswegen sitzt das Mobile auch auf Anhieb und fühlt sich mehr nach Kopfhörer als nach Ohrklemme an. Die Standby-Zeit des Akkus bricht bei Logitech alle Rekorde: Drei Wochen überlebt das Mobile, ohne ans Kabel zu müssen.


Fazit & Übersicht

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Nokia HS-3W

Das HS-3W kommt kabelgebundenen Freisprecheinrichtungen näher als den anderen Bluetooth-Modellen, denn das Ohrstück sitzt ohne richtige Fixierung im Gehörgang nicht unbequem, allerdings ist das nicht jedermanns Sache. Per Kabel ist es mit dem Mikrofon verbunden, das in der klobigen Einheit untergebracht ist weit weg vom Mund.

Plantronics M3000
Ein Bügel aus Plastik sitzt ähnlich einer Brille hinter dem Ohr. Wäre er aus Gummi, würde es weniger stören. Da das gesamte Gerät etwa sechs Zentimeter lang ist, sitzt das Mikrofon recht nah am Mund. Die Sprachqualität ist gut, aber nicht so gut, wie sie mit Galgen zu erreichen wäre.

Sony Ericsson HBH-35
Die Elektronik mit der schweren Batterie sitzt vollständig hinter dem Ohr, das Gewicht ist schön gleichmäßig verteilt. Wer das Ohrstück in eine angenehme Position bringt, entfernt das Mikro vom Mund. Trotzdem ist die Qualität von Mikro und Lautsprecher überzeugend, auch wenn beides nicht perfekt sitzt.

Fazit
Logitech überzeugt mit seinem Mobile Bluetooth Headset vollkommen, denn die Sprachqualität ist wie die Akkulaufzeit ungeschlagen. Letztlich sollte man aber Headsets wie Kleidungsstücke vor dem Kauf anprobieren, denn nicht jeder Bügel sitzt auf jedem Ohr gleich gut.

Testwerte im
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