Intel macht Schluss mit Wireless Connect

Netzwerke

Mit Prestigeprojekten klappt es offenbar zur Zeit bei Intel nicht mehr so. Nachdem schon der Itanium-Prozessor nicht so viel Marktanteile erreicht wie erwünscht, gibt sich der Marktgigant nun auch bei seinem Chipsatz für WiFi-Heimnetze geschlagen.

Erst einmal wird es keine Rechner mit Wireless Connect mehr geben: Die Technik, die als Zentrale eines drahtlosen Heimnetzwerks gedacht war, scheint Kunden und PC-Hersteller nicht so sehr zu interessieren wie die Intel-Ingenieure. Noch vor Weihnachten sollten PCs mit der neuen Technik auf den Markt kommen, um gemeinsam mit dem Weihnachtsmann das Heim-Unterhaltungselektronik-Netz zu steuern.

Für die richtig ausgestatteten hätten die Hersteller den Intel Express 915-Chipsatz und darauf abgestimmte Wi-Fi-Karten verbauen müssen. Weil sich die Händler nach einer Umfrage des Herstellers aber nicht sonderlich dafür begeistern konnten, legt Intel das Projekt Wireless Connect vorerst ad acta. “Heute ist nicht aller Tage”, denken sich die Ingenieure bei Intel und überlegen, die Entwicklung in künftige Chipsatz-Generationen einfach zu integrieren – allerdings frühestens Mitte 2005.

Die mangelnde Begeisterung der Händler drückte sich vor allem in Worten wie “überflüssig” aus – schließlich bietet Intel mit Centrino bereits eine WLAN-Technik, und die geplante Netzwerk-Hub-Funktion könne man doch für unter 30 US-Dollar zusammenkaufen. Da müssten doch nicht noch zusätzliche Intel-Komponenten gekauft werden. Intel hat gelernt – und konzentriert sich auf die “kleineren” Bestandteile, die für Multimedia-Hersteller nötig und bezahlbar sind. (mk)

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