Microsoft verklagt Host von Spam-Webspace in China

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Der Weltkonzern Microsoft hat einen amerikanischen Anbieter von Webspace, der für die Verteilung von lästiger Spam-Werbung sehr geeignet ist, vor den Kadi gezerrt – zudem 8 seiner Kunden.

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet hat IT-Riese Microsoft den Kalifornier Levon Gillespie vor einem amerikanischen Gericht verklagt. Er soll im chinesischen Raum Webspace für den Versand von Massenwerbemail bereitgestellt haben. Der FTD zufolge lassen sich derartige Spam-Basen ab 160 US-Dollar pro Monat mieten, wobei der Anbieter garantiert, dass die Webseiten nicht geschlossen werden, da westliche Gesetze im asiatischen Raum nicht greifen. Zwar weist Gillespie auf seiner Hompepage darauf hin das der ?kicksichere? Webspace im Rahmen der jeweiligen landeseigenen Gesetzgebung genutzt werden soll, das reiche dem Microsoft-Anwalt nach aber nicht aus. Zusammen mit Gillespie geht der Software-Riese gegen 8 dessen Kunden, welche das Angebot tatsächlich für Spam-Mails mit gefälschten Absendern der unternehmenseigenen E-Mail-Dienste MSN und Hotmail genutzt haben sollen, vor. Den Microsoft-Anwälten zufolge sind diese Prozesse die Jüngsten einer Reihe von Klagen, die nun aber zum ersten Mal neben den Versendern von Spam-Mails auch deren Webspace-Anbieter ins Visier nehmen. (ah)

Weitere Infos:

Microsoft
http://www.microsoft.de

FTD

http://www.ftd.de

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