Vergleichstest: Desktop-Suchtools
Licht im Daten-Chaos

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Bei PDFs oder Emails scheitert die Windows-Suche. Für die berühmte Nadel im Heuhaufen gibt es Desktop-Suchtools. Neun Alternativen zur Windows-Suchfunktion im Test.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: Desktop-Suchtools

SER Solutions Global Brain Personal Edition 1.7.1 Professional

Novadys
Documind Pro 5.0
Dt Search Dt Search 6.33
Isys Isys Desktop 6.03
Enfish Enfish Professional 6.0
Findword Software Findword 2.0
Isleuthhound Technologies Sleuthhound Power Pack Pro 4.5.2
Paraben Paraben’s Text Searcher 1.2
Anet Search 32 8.1


Recherche leicht gemacht

Vergleichstest: Desktop-Suchtools

Bitte suchen Sie alle Unterlagen, die im PC zum Ibelshäuser-Vertrag in Sprockhövel gespeichert sind. Finden Sie alles, was wir haben Dokumente, Tabellen, Präsentationen, Scans, E-Mails. Und erledigen Sie das gleich!« Wer diese Aufgabe an das Windows-eigene Suchmodul vergibt, wird zwangsläufig enttäuscht. Denn das Betriebssystem beherrscht weder die formatübergreifende Recherche noch die Kontextsuche, die für solche komplexen Aufträge nötig sind.

Professionelle Desktop-Suchmaschinen erledigen Aufgaben dieser Art jedoch im Handumdrehen genauer gesagt in einer einzigen Sekunde. Spitzenprogramme wie Global Brain benötigen dafür nicht einmal umfangreiche Abfrageformulare. Es genügt, einen Satz im Eingabefeld zu formulieren, der das Thema der gewünschten Dokumente eingrenzt. Dabei suchen die Programme über alle Laufwerke, die sich auf dem System einbinden lassen also auch im Netzwerk-Ordner (Shared Folder), sofern dieser freigegeben wurde.

Allen Testkandidaten mit Ausnahme von Search 32 gemeinsam ist, dass sie weitaus bessere Rechercheergebnisse abliefern als Windows, deutlich schneller arbeiten und meist auch in den Online-Postfächern stöbern. Wer schon öfter vergeblich über die Windows-Suche nach wichtigen Dokumenten gefahndet hat, kommt angesichts der Qualität der Search-Engines kaum mehr um die Anschaffung eines Desktop-Suchtools herum. Aber Microsoft will nachbessern. Für den Windows-XP-Nachfolger Longhorn wirbt der Hersteller vor allem mit dem Hinweis auf das neue Dateisystem WinFS, das sämtliche Files auf der Festplatte über Meta-Tags indiziert und dem Anwender damit lange Suchläufe erspart.

So sollen sich anders als bei Windows XP alle Dateien zu bestimmten Themen in wenigen Sekunden auflisten lassen unabhängig vom Format und vom physikalischen Speicherort der Files. Für die Recherche selbst ist dann weder der Dateiname noch das Erstelldatum ausschlaggebend. Anhand der kontextsensitiven Suche von WinFS kann der Anwender einfach einen Suchbefehl wie »Vertragsabschluss mit Firma XYZ, Neunkirchen/Saar« eingeben, der dann ohne Umwege zum Ziel führt.


SER Global Brain Personal Edition 1.7.1 Professional

Vergleichstest: Desktop-Suchtools

Das beste Programm im Testfeld ist zweifelsohne Global Brain. Die leistungsstarke Assoziative Suche, die alle wichtigen Formate beherrscht, ist nicht zu schlagen. Auch Einsteiger kommen mit diesem Programm schnell zum Ziel.


Testaufbau

Vergleichstest: Desktop-Suchtools

Alle Desktop-Suchmaschinen müssen zunächst zwei Index-Dateien anlegen. Die erste umfasst drei Partitionen mit einem Datenumfang von rund 6 GByte. Der zweite Index erstreckt sich auf einen speziell für diesen Test präparierten Ordner mit rund einhundert Test-Dateien in unterschiedlichen Dateiformaten. Während der Indizierung wird die Prozessorlast gemessen. Als gut gelten Prozessorbelastungen von 40 bis 60 Prozent.

Nach der Indizierung müssen die Programme in kurzer Zeit die relevanten Dokumente finden, anzeigen und nach Relevanz kategorisieren. Unter den Testdokumenten finden sich DOC-, XLS-, PDF-, RTF-, PPS- und VSD-Dateien. Diese sind textbasiert und sollten kein Programm vor Probleme stellen. Hinzu kommen ZIP-Archive mit Texten, Bilddateien mit Textinhalten (JPG, TIF) sowie E-Mails und Attachments mit Texten in Outlook 2003 und Outlook Express 6.

Gefordert wird ferner, dass die Tools dabei auch Tippfehler ausgleichen, Umlaute korrekt deuten und mit Flexionen umgehen können. Aufspüren müssen die Programme etwa alle Dokumente zu dem Suchstring »Meine Verträge mit Ibelshäuser in Sprockhövel«. Die Schwierigkeit liegt hierbei darin, jeweils die Umlaute korrekt aufzulösen, um auch E-Mails einzubeziehen und sich auf die Schlüsselwörter »Ibelshäuser«, »Vertrag« und »Sprockhövel« zu konzentrieren.


Testergebnisse im Überblick

Vergleichstest: Desktop-Suchtools