Sun bietet Nutzung von Rechenzentren für 1 Dollar pro Stunde

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Der Hersteller hat einen Preiskampf beim on demand-Computing gestartet. HP zweifelt am Erfolg der Stundenabrechnung des Konkurrenten.

Der US-Technologiekonzern Sun Microsystems will in Kürze Rechenkapazitäten ab 1 Dollar anbieten. Die Nutzung von Servern in einem Rechenzentrum des Unternehmens wird dabei im Stundentakt abgerechnet. Mit dem Programm mit den Namen
Secure N1 Grid
eröffnet Sun den Preiskampf gegen Anbieter wie IBM, die bereits seit einiger Zeit Server on demand zu Verfügung stellen. Wie Suns Chief Operating Officer Jonathan Schwartz gestern in New York mitteilte, dient Secure N1 Grid vor allem als Alternative zum Outsourcing von IT-Abteilungen. So könnten Unternehmen ihre Ausrüstung mit Arbeitsplatz-Rechnern zeitnah selbst pflegen, jedoch auf den teuren Betrieb von Serverfarmen verzichten und direkt nach Bedarf auf Rechenzentren des Technologiekonzerns zurückgreifen.

Konkurrent Hewlett Packard zweifelt hingegen an einem Erfolg der stündlichen Abrechnung. Kunden würden einen festen Preis für eine zu erbringende Leistung bevorzugen. Dies sagte Nick van der Zweep, Leiter der Abteilung für Utility Computing bei HP, gegenüber dem ‘
Wall Street Journal
‘. Das Unternehmen stellt unter anderem den Filmstudios in Hollywood Kapazitäten zur Verfügung. Dabei wird beispielsweise ein Festpreis für die Berechnung eines Animationsframes gezahlt.

Im Secure N1 Grid arbeiten Server mit x86-Architekturen und Itanium- bzw. Opteron-Prozessoren. Diese werden mit Solaris betrieben.

Hardware-seitig stand das gestrige Quartalsupdate von Suns Produktlinien im Zeichen der Einführung von UltraSparc IV-Prozessoren in den Bereich der Volume-Server. Mit den Systemen V490 und V890 stattete Sun nun auch das untere Preissegment mit den neuen Chips aus. Weiterhin wurde das Speichersystem StorEdge 6920 gezeigt, dass bis zu 45 Terabyte Speicherplatz bereitstellen kann. (mk)
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