Forscher fordern: GSM/GPRS, UMTS, WLAN, DVB und WiMAX als ein Netz behandeln

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Das Fraunhofer Institut fordert die Standardisierung offener Schnittstellen. Verschiedene Funktechnologien könnten so besser zu einem übergreifenden Netz zusammenwachsen.

Die verschiedenen Mobilfunktechnologien – von GSM/GPRS über UMTS, WLAN, DVB bis WiMAX – werden sich zu einer komfortablen Infrastruktur ergänzen, die Entwicklung neuer Dienste unabhängig der Netzwerktechnologie ermöglichen und neuen Anbietern den Zugang zum Telekommunikationsmarkt eröffnen. Zu dieser Quintessenz kommt eine heute präsentierte Studie, die im Auftrag des
Bundeswirtschaftsministeriums
von den
Fraunhofer-Instituten
ISI, Karlsruhe, und
FOKUS
, Berlin erstellt wurde.

Die bislang getrennten Märkte des Mobilfunks der 2. bis 3 Generation im Angebot großer Provider, der WLAN-Technologien im Angebot kleiner und mittlerer Unternehmen sowie des digitalen Rundfunks, der derzeit nur von den Rundfunkanstalten bedient wird, werfen die Frage auf, inwieweit sich diese ursprünglich für separate Kundensegmente entwickelten Technologien ergänzen können, um so die für einen wirtschaftlichen Betrieb mobiler Dienste notwendige kritische Nutzerzahl zu erreichen.

“Jetzt gilt es, noch bestehende Barrieren zu überwinden”, fordert Michael Friedwald vom Fraunhofer ISI. “So sollte z.B. genau geprüft werden, welche Infrastruktur in welchen Gebieten bevorzugt entwickelt wird. Es muss die Vergabe der Frequenzen, z.B. durch die Digitalisierung des gesamten Rundfunks, dynamisiert werden; unabhängige Clearingstellen können dazu beitragen, dass es zu einem fairen Roaming kommt, dass eine Kostentransparenz für den Endkunden entsteht etc.”

“Neben den Rahmenbedingungen sind auch auf der technischen Ebene noch einige Entwicklungen voranzutreiben”, meint Thomas Magedanz, Leiter des Kompetenzzentrums Next Generation Network Integration am Fraunhofer-Institut FOKUS. “Die Standardisierung offener Schnittstellen, die jedem für die Entwicklung von Diensten und Anwendungen zur Verfügung stehen, muss offensiv vorangetrieben werden. Das Angebot von Testumgebungen kann auch kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Technologie und Know How sichern und ihre Marktchance erhöhen.”

Auch wenn die Autoren durchaus Überschneidungen in Teilbereichen sehen, plädieren sie dafür, die komplementären Merkmale der einzelnen Technologien zum Beispiel durch die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen auf politischer Ebene zu verstärken. (mk)
(
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– testticker.de)

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