Achse des Billigen: Sun nimmt preiswerte Netzsysteme ins Visier

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Nachdem sich Sun jahrelang mit Microsoft um Marktanteile gestritten hat, steht jetzt offenbar eine Strategieänderung ins Haus: Künftig will man auch mit Billig-Lösungen konkurrieren.

Sun beabsichtigt, verstärkt auch auf dem Markt aufzutreten, der bislang von Anbietern beherrscht wird, die Systeme mit sogenannten Commodity-Chips und günstiger Linux-Software verkaufen. Laut Associated Press will Sun in diesen Bereich mit einem System einsteigen, das aus einem Server mit Opteron-Mikroprozessoren von AMD besteht und auf dem das Betriebssystem Solaris läuft.

Tests hätten gezeigt, daß diese Kombination billiger und leistungsfähiger sei als etwa ein ähnlich konfiguriertes System, das Linux von Red Hat verwendet.

Experten beurteilen die neue Strategie von Sun skeptisch. Dass sich das Unternehmen einem großen Markt mit allerdings geringeren Profitmargen zuwendet, wird zwar positiv bewertet; ob Sun es angesichts von Finanznöten und mangelnder Erfahrung in diesem Segment schafft, rechtzeitig mit seinen neuen Angeboten Fuß zu fassen, gilt als unsicher. (mk)

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