Symantec wird Opfer von Virenattacke

SicherheitVirus

Nach Zählungen des AV-Herstellers Symantec explodierte die Zahl der Windows-Viren im ersten Halbjahr 2004: über 5000 neue Varianten wurden beobachtet. Der neueste davon, MyDoom-W, wurde geschrieben um eine DDOS-Attacke gegen das Unternehmen durchzuführen.

Eben noch verkündete Symantec, Hersteller von Anti-Viren-Software, dass sich die Anzahl der im ersten Halbjahr 04 verzeichneten neuen Viren um 400 Prozent auf fast 5000 erhöht habe. Dabei würde es sich aber ausnahmslos um Viren für das anfällige Microsoft-Betriebssystem Windows handeln. Für alternative Betriebssysteme wie Linux sieht Symatec eine Zunahme von Viren voraus, bisher liegt die Anzahl der kursierenden Linux-Viren bei einer klaren Null.

Jetzt wird Symantec, weltgrößter Hersteller von Antivirenprodukten, selbst Opfer eines Malware-Angriffs,
berichten die Web-Beobachter von Netcraft
. Der neu entdeckte MyDoom.W zeigt bei einer Analyse des Codes, dass er geschrieben wurde, um eine DDOS-Attacke gegen die Symatec-Website zu reiten und diese durch Überlastung lahm zu legen. Früheren MyDoom-Varianten war es gelungen, die Websiten von SCO, die sich auf juristischem Weg an Linux bereichern wollen, und der RIAA, Lobby-Organisation der großen Musikfirmen, durch ähnliche Distributed-Denial-of-Service-Angriffe aus dem Netz zu schießen. Microsoft war ebenfalls Ziel eines MyDoom-Angriffs, konnte sich aber durch Umleiten seiner Webpräsenz auf ein OpenSource-gestütztes Akamai-Angebot retten.

MyDoom.W wird am 29. September und 1. Oktober seine “Arbeit” aufnehmen, dann werden die infizierten PCs auf der ganzen Welt im Abstand von je 300 Millisekunden über Port 80 Anfragen an die Website des Herstellers senden. (fn/mk)

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