Ministerin: Spracherkennung soll Pflegekräfte entlasten

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Damit Krankenpfleger mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit haben, soll der lästige Papierkram durch Spracherkennung erleichtert werden, meint Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt will den Zeitaufwand für Dokumentation in Pflegeheimen senken. Ein Pilotprojekt soll zeigen, wie Pflegekräfte, die zu lange mit dem Verfassen von Berichten beschäftigt seien, Zeit für die Betreuung finden. Das Projekt wurde heute in Berlin vorgestellt.

Die Ministerin glaubt, dass Technik etwa 20 Prozent der Dokumentationszeit sparen kann. Um Berichte zu verfassen, müssen die Krankenpfleger nicht mehr tippen, sondern können sprechen. Die Technik dürfe nicht missbraucht werden, um Personal einzusparen, sondern soll den Pflegern wieder mehr Zeit für ihre Pflegeaufgaben verschaffen.

Das Projekt wird voraussichtlich mit der Software “Dragon Naturally Speaking” von Scansoft durchgeführt, das schon im
Baden-Württembergischen Justizministerium
verwendet wird.

Nachdem sich Mitarbeiter in Pflegeheimen über den hohen Verwaltungsaufwand beklagt hatten, startete die
AOK Baden-Württemberg
mit fünf Pflegeheimen das Spracherkennungsprojekt. Über die Zeit, die verbraucht wird, um Spracherkennungssysteme auf den im “Ländle” gesprochenen Dialekt zu trainieren, sprach allerdings niemand. (mk)

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