Microsoft hält Kopfgeld für Wurm-Autor zurück

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Das von Microsoft versprochene Kopfgeld für den deutschen Sasser-Programmierer Sven J. soll erst einmal lagern, bis ein Urteil gefällt wird.

Microsoft will die versprochenen 250.000 Dollar nicht zahlen – jedenfalls noch nicht. Der Auszahlung der Belohnung für das “Verpetzen” des Wurm-Autors stehen zwei Dinge im Wege. Erstens ist Sven J. noch nicht verurteilt, und zweitens könnte der “Verräter” selbst ein Virenautor sein. Letztes ließ zumindest die deutsche Polizei gegenüber Microsoft durchblicken. Ob MS dann bezahlt, bezweifeln zur Zeit amerikanische Medien (“keine Verhandlungen mit Terroristen”).

Die Meldung durch jemanden aus dem Bekanntenkreis des Schädlings-Produzenten beschleunigte dessen Festnahme durch die Polizei. Der Prozess fand vergangene Woche noch ohne endgültiges Urteil statt.

Die ausgelobte Viertelmillion kommt aus einem Fonds, den Microsoft im vergangenen Jahr mit fünf Millionen US-Dollar ausstattete, um gegen Viren-Autoren vorzugehen. Ob das Prinzip “Informantenschutz” dabei eingehalten wird, ist zumindest in den derzeit in den USA laufenden Internet-Diskussionen fragwürdig. (mk)

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