Knappe IT-Budgets gefährden virtuelle Rathäuser

Behörden-ITIT-Projekte

Wegen Geldmangel stehen viele E-Government-Projekte auf der Kippe. Einen Ausweg zeigen profitable US-Portale: Sie werden in Zusammenarbeit mit Unternehmen betrieben.

In den IT-Abteilungen der Behörden herrscht Geldmangel. Für 2005 rechnen Experten deshalb mit einem Rückgang der IT-Ausgaben, weshalb kostenintensive E-Government-Projekte wie die Internet-Portale der Kommunen (“Virtuelles Rathaus”) gefährdet sind. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berater von Mummert Consulting und der Informationweek.

Ein Grundproblem sehen die Experten im so genannten Public Funding, also dass ausschließlich die öffentliche Hand die Kosten für die E-Government-Portale trägt. Anders in den USA: Dort werden die Seiten in Kooperation mit privaten Anbietern betrieben, die für jede Online-Transaktion eine Servicegebühr erhalten. Die Portale überschreiten die Gewinnschwelle so zum Teil bereits im ersten Jahr.

Eine weitere Herausforderung: Jeder Bundesbürger ist im Jahresschnitt nur rund zweimal auf einem Amt ? die meisten Projekte dürften deshalb mit hohen Betriebskosten und nur geringen Abrufzahlen rechnen. Die Empfehlung der Berater: Kleinere und mittelgroße Kommunen sollten sich in einem Portalbetrieb zusammenschließen. (dd)

Weitere Infos:

Mummert Consulting

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