NASA und Intel wollen schnellsten Rechner der Welt übertrumpfen

Netzwerke

Project Columbia baut Supercomputer mit 60 Teraflops Leistung. Doppelt so viele Prozessoren wie bei NECs Earth Simulator sollen meteorologische Daten auswerten.

Die US-Weltraumagentur NASA will einen Supercomputer einrichten, der nahezu die doppelte Leistung des japanischen Earth Simulator erbringen soll, dem bisher schnellsten Rechner der Welt. Im Projekt Columbia, so der Arbeitstitel, wird gemeinsam mit Intel ein System auf Basis von Itanium 2-Prozessoren entwickelt. Insgesamt 10.240 CPUs werden in dem neuen Großrechner ihren Dienst verrichten, teilte die NASA gestern auf Intels Entwicklerkonferenz IDF in San Francisco mit. In dem von NEC entwickelten Earth Simulator arbeiten 5.120 Prozessoren.

Bei herkömmlichen Superarchitekturen steigt die Leistung nicht proportional zur Zahl der eingesetzten CPUs, da immer mehr Rechenleistung dafür benötigt wird, die Zusammenarbeit der Prozessoren zu koordinieren. Die Entwickler der Klimaforschungs-Institute der NASA, bei denen der neue Rechner in Betrieb gehen soll, haben jedoch kürzlich eine neue Architektur entwickelt, bei der dieser Effekt minimiert wird. Dabei verwenden alle Prozessoren einen großen Arbeitsspeicher, der sich aus der Zusammenschaltung aller Speichermodule im Cluster ergibt.

Project Columbia will so einen Rechner schaffen, der rund 60 Teraflops leistet, während der Earth Simulator 35,86 Teraflops erreicht. In das System sollen die Daten von zahlreichen Satelliten, Wetterstationen und weltweit verteilten Messgeräten einfließen. Aus diesen wollen die NASA-Wissenschaftler mit neuesten Modellen der Klimaforschung das Wetter auf fünf Tage im Voraus genau vorhersagen. Weiterhin wird das System Berechnungen für Raumfahrtmissionen vornehmen. Der Supercomputer soll bereits Ende dieses Jahres den Betrieb aufnehmen. (mk)
(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

NASA

Intel

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen