Intel liefert erste Muster von WiMax-Chips aus

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Als erste Produkte sollen im nächsten Jahr WiMax-Basisstationen zur Überbrückung der letzten Meile auf den Markt kommen, später soll die Technik dann auch in Notebooks und Handys integriert werden.

Der Chiphersteller Intel hat gestern auf seiner Entwicklerkonferenz die ersten funktionsfähigen Muster seiner WiMax-Chips vorgestellt. Die Komponenten mit Codenamen Rosedale sollen in das Client-seitige ProWireless 5116 Broadband Interface integriert werden. In dem Chip sind alle Funktionen enthalten, die zur Steuerung der drahtlosen Übertragung benötigt werden. Lediglich der Sender selbst wird von Drittherstellern wie Texas Instruments bezogen, teilte das Unternehmen auf der Intel Developer Conference mit, die zur Zeit in San Francisco stattfindet.

Der Konzern liefert ab sofort Muster des Chips an die Hardware-Produzenten. Die Verfügbarkeit erster Produkte wird für das kommende Jahr erwartet. Als erstes sollen Basisstationen für den Einsatz im Büro oder im Haushalt in den Handel kommen, die eine drahtlose Überbrückung der letzten Meile ermöglichen. Ab 2006 erwartet Intel Sender für Notebooks, 2007 sollen die Chips auch für den Einsatz in Handys in Frage kommen. Zwar könnten auch schneller hochintegrierte WiMax-Empfänger entwickelt werden, was jedoch zu höheren Verkaufspreisen führen würde, so Scott Richardson, General Manager der Broadband Wireless Group bei Intel.

Die Preise für WiMax-Empfänger werden zum Zeitpunkt der Markteinführung noch bei 350 Dollar liegen, eine schnelle Reduzierung auf 200 Dollar wird jedoch angestrebt. Mit zunehmender Verbreitung und steigenden Fertigungszahlen würden letztendlich Preise erreicht, die mit den heutigen Anschaffungskosten von WLAN vergleichbar sind.

WiMax wird derzeit für den Betrieb in den Frequenzbändern 2,5 GHz, 3 GHz und 5 GHz, für deren Nutzung keine Lizenzen benötigt werden, entwickelt. Mit der Zeit sollen auch andere freie Frequenzen mit in die Technologie einfließen. Ziel sei unter anderem die Nutzung von Bereichen unter 1 GHz, die bisher für die terrestrische TV-Übertragung verwendet wurden. Damit könnten die Funkwellen deutlich störungsfreier durch Hauswände gelangen, erläuterte Richardson. (dd)

(
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– testticker.de)

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