Sammelklage gegen Oracle

DeveloperIT-ProjekteNetzwerkePolitikRechtSoftware

Das amerikanische Softwareunternehmen Oracle wird von einer Anlegergruppe aufgrund undurchsichtiger Aktiengeschäfte und geschönter Prognosen verklagt.

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrer Wochenendausgabe meldet, hat ein US-Berufsgericht die Klage eines Zusammenschlusses von Aktionären gegen den Softwarehersteller Oracle zugelassen.

Ziel der Klage sind einige Topmanager des Konzerns und gewisse Vorfälle im 1. Quartal 2001. So wird Firmenchef Larry Ellison beispielsweise vorgeworfen, zu gute Prognosen das Wachstum betreffend gemacht zu haben, und das kurz vor der Bekanntgabe schlechter Quartalsergebnisse. Weiter rückt der ehemalige Finanzchef Jeff Henley ins Licht der Anklage. Er wird genauso wie Ellison beschuldigt, Aktien abgestoßen zu haben, kurz bevor das Unternehmen das Nichterreichen der optimistischen Finanzziele Ende Februar 2001 vermelden musste. Kurz nach Verkündung des schwachen Ergebnisses sank der Aktienkurs zeitweise um bis zu 25 %. Dem Gericht scheint es zumindest verdächtig, dass die beiden Vorstandsmitglieder noch im Januar Aktienpakete verkauft haben.

Mittlerweile liegt, der FTD zufolge, auch eine Stellungnahme von Oracle zu der Sammelklage vor, in der es heißt, dass die Anschuldigungen jeder Grundlage entbehren und sich Oracle am Ende in dem Gerichtsprozess durchsetzen wird.


Weitere Infos:

Financial Times Deutschland

http://www.ftd.de

Oracle
http://www.oracle.com

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen